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| Evangelium.de > lesen & informieren > Weltmission > Religionen > Islam - Minikurs > Die Auferweckung der Toten > | |||||||||
Was Weltmission ist und wieso sie auch heute wichtig ist, besprechen wir in diesem Bereich des Evangeliumsnetzes. Dieser Bereich wurde von Dr. Andreas Bartels, Campus für Christus, gestaltet. |
Die Auferweckung der Toten nach dem KoranEin Schwerpunkt der Botschaft des Koran ist die Ankündigung des Gerichtes Gottes über alle Menschen aller Zeiten - und das heißt: auch über die Menschen, die bereits gestorben sind. Als Mohammed anfing, in Mekka über diese Thematik zu predigen, reagierten viele seiner Mitbürger mit Unverständnis und Spott. Ihre Fragen werden im Koran an verschiedenen Stellen erwähnt: “Und sie sagen: ‘Sollen wir, wenn wir (bereits) Knochen geworden und auseinandergefallen sind, wirklich wieder als neue Schöpfung erweckt werden?’” (Sure 17, 49; vgl. auch 50, 3; 79, 10-12; ähnlich 19, 66; 75, 3)
Mohammed war jedoch im Unterschied zu seiner heidnischen Umgebung fest davon überzeugt, dass Gott die Toten wieder aus ihren Gräbern herausholen werde. Der “Tag der Auferstehung” (yaum al-qiy_ma) wird im Koran etwa 70 Mal erwähnt. Dem-entsprechend ist der Glaube an die Auferweckung der Toten ein Grunddogma des Islam. Wer "die Rückkehr zu Gott" leugnet, kann kein wahrer Muslim sein (vgl. etwa Sure 23, 15; 30, 16).
Die Auferweckung zum Gericht
Den Vorgang der Auferweckung stellen Muslime sich gewöhnlich folgendermaßen vor: Gott befiehlt dem Engel Israfil, zum ersten Mal in die Posaune zu stoßen. Daraufhin werden alle Menschen, ja, alle Lebewesen überhaupt, sterben. Sure 29, 57: “Jeder wird den Tod erleiden. Und dann werdet ihr zu Uns zurückgebracht.” Die Posaune wird ein zweites Mal ertönen, und alle Verstorbenen werden in einem Augenblick wieder zu neuem Leben erweckt und vor ihren Schöpfer und Richter gestellt. Auferweckung als Wiedervereinigung von Seele und Leib
In dieser neuen Leiblichkeit werden sie vor ihrem Schöpfer und Richter zum Gericht erscheinen - in diesem Leib erleben sie auch die Freuden des Paradieses oder die Qualen des Höllenfeuers. Die Notwendigkeit der Auferweckung
Die Auferweckung und Gottes Allmacht
Der wichtigste logische Grund für die Möglichkeit der Auferweckung ist Gottes Allmacht. “Sie schwören bei Gott ihren eifrigsten Eid, Gott werde die nicht auferwecken, die sterben... Unsere Rede zu einer Sache, wenn Wir sie wollen, ist, zu ihr zu sprechen: Sei!, und sie ist.” (Sure 16, 38+40; ähnlich Sure 36, 82) Die Auferweckung - außerhalb der Geschichte
Es werden zwar einzelne Totenauferweckungen erwähnt, die sich im Verlauf der Geschichte ereignet haben. Vor allem hat Jesus ("mit Erlaubnis Gottes", wie ganz deutlich betont wird) Tote "lebendig gemacht" (Sure 3, 49) bzw. "herausgebracht" (Sure 5, 113). Beide Ausdrücke werden auch für das auferweckende Handeln Gottes gebraucht: "Er macht die Toten lebendig" (Sure 22, 6); "du bringst die Lebenden heraus aus den Toten... " (Sure 3, 27). Diese Totenauferweckungen sollen jedoch nur Zeichen sein, die bestätigen, dass Jesus tatsächlich ein Gesandter Gottes ist. Nach islamischem Verständnis weisen sie nicht darauf hin, dass Jesus Christus gekom-men ist, um in diese Welt der Sünde und des Todes Versöhnung und ewiges Leben hineinzubringen. Weil der Koran den Kreuzestod Jesu bestreitet, bleibt auch kein Raum für die Auferstehung Jesu Christi von den Toten. Und damit gibt es auch keine Auswirkungen einer in der Geschichte geschehenen Auferstehung im diesseiti-gen Le-ben von Menschen. - Der Glaube an die Auferweckung der Toten steht weder für das irdische Leben noch für das Jenseits in Verbindung mit einer geistlichen Erneuerung des Menschen. Die Botschaft der Auferweckung als Warnung
KM
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