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| Evangelium.de > lesen & informieren > Weltmission > Religionen > Islam - Minikurs > Die Engel und die Dschinn > | |||||||||
Was Weltmission ist und wieso sie auch heute wichtig ist, besprechen wir in diesem Bereich des Evangeliumsnetzes. Dieser Bereich wurde von Dr. Andreas Bartels, Campus für Christus, gestaltet. |
Die EngelArabisch: Mala'ika (pl.), Malak (sg.) Der Glaube an die Engel gehört zu den grundlegenden Verpflichtungen der Muslime: "Wer an Gott, seine Engel, seine Schriften, seine Gesandten und den jüngsten Tag nicht glaubt, ist (damit vom rechten Weg) weit abgeirrt." (Sure 4,136; eine ähnliche Aufzählung: Sure 2,285) Den Engeln kommt im Islam eine große Bedeutung zu, weil nur durch sie die göttlichen Offenbarungen den Propheten übermittelt wurden. Ihre Existenz zu leugnen, wäre zugleich die Ablehnung der Propheten, der ihnen überbrachten Bücher und damit auch der von ihnen verkündeten Religion. Die Engel wurden vor den Menschen erschaffen (Sure 38,71-73) - nach dem Hadith aus göttlichem Licht (Nur). In dieser Gestalt können nur die Propheten sie sehen. Sie können aber nach Gottes Befehl auch Menschengestalt und andere Formen annehmen. Besonders in Menschengestalt sind sie verschiedenen Menschen erschienen, z.B. Abraham, Lot, Zacharias und Maria. Es gibt unzählig viele Engel. Sie essen, trinken und schlafen nicht und sind weder männlich noch weiblich. Am Tag des Gerichts werden die meisten von ihnen wie die Menschen sterben, nach dem zweiten Posaunenton aber wieder auferweckt, um ihren Auftrag zu erfüllen. Sie sind sündlos und ohne Neigung zum Bösen. Sie fürchten ihren Schöpfer (S 16,50), preisen ihn unablässig bei Tag und Nacht (S 21,20) und vollbringen alles, was ihnen befohlen wird (S 66,6). Sie bezeugen wie Gott selber, daß es keinen Gott gibt außer ihm (3,18). - Als nach der Erschaffung des Menschen Gott zu den Engeln sagte: "Werft euch vor Adam nieder!", warfen sie sich alle nieder, außer Iblis (dem Satan). Der weigerte sich und war hochmütig. Er gehörte nämlich zu den Ungläubigen. (S 2,34; 38,74) - Hier klingt es so, als ob der "Satan" ursprünglich einer der Engel gewesen sei; es gibt aber Muslime, die bestreiten, daß es im Islam "gefallene Engel” gebe. Bekannt sind vor allem die vier höchsten und mächtigsten Engel, die allen anderen die Befehle Gottes weitergeben. - Von ihnen werden allerdings nur Dschibril und Mikail im Koran namentlich erwähnt (S 2,97+98):
KM
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Die DschinnNach islamischer Auffassung sind Dschinn (Pluralwort) intelligente Geisteswesen, die weder den Menschen noch den Engeln zuzuordnen sind. Vorislamischer Glaube
Koranische Aussagen
Die Dschinn wurden wie die Menschen geschaffen, Gott zu dienen (51,56). Deshalb sendet Gott auch zu ihnen Gesandte “aus ihrer Mitte”, um sie vor dem Gericht zu warnen (6,130). Ausführlich wird in Sure 72 (der Titel dieser Sure ist “Die Dschinn”) geschildert, wie auch eine Schar Dschinn der Verkündigung Mohammeds zuhört und einige von ihnen zu Muslimen werden (vgl. auch 46,29-31). Laut Koran gibt es also gute und böse, gottlose und fromme Dschinn. Die bösen Dschinn können dem Menschen schaden (114,6). Ein anderer Dschinn hingegen bietet dem König Salomo seine magischen Kräfte zur Hilfe an (27,39; in 27,17 werden die Dschinn zu den “Truppen Salomos” gezählt). Dschinn in der islamischen Theologie
Es gibt nur einzelne Stimmen, die die offizielle Lehre von den Dschinn bezweifeln. Während der mittelalterliche Philosoph Ibn Sina ihre Existenz schlichtweg bestritt, versuchen heutige modernistische Koranausleger die Aussagen des Koran als frühen Hinweis auf Mikroben und Bazillen zu deuten. Andere sehen in den Dschinn “verborgene Qualitäten oder Fähigkeiten von Menschen”. Solche Gedanken haben aber weder im Volk noch in der Theologie weite Verbreitung gefunden. Dschinn im Volksislam
Die Dschinn gelten als unsichtbare Geistwesen, die aber dem Menschen
in unterschiedlicher Gestalt (schwarze Katze, Ziege, riesenhafter Mensch...)
erscheinen können. Es gibt verschiedenste Verhaltensmaßregeln
dafür, wie man es vermeiden kann, die Dschinn zu stören oder
zu verärgern und damit gegen sich aufzubringen (meiden bestimmter
Orte wie Toiletten oder Müllplätze oder Tageszeiten, wie der
Nacht; nicht direkt über die Dämonen sprechen...). Zu den
Vorsichtsmaßnahmen kann auch der Ausspruch “bism-illah” (“im Namen
Allahs”) vor jeder Aktivität gehören. Unglück und
Probleme werden leicht als Folge feindlicher Aktivitäten von Dschinn
gedeutet. Eheschwierigkeiten können damit erklärt werden, daß
einer der Partner einen Dschinn verärgert hat oder aber dadurch, daß
ein Dschinn etwa auf die Frau ein Auge geworfen hat.
Sicht der Bibel
WHä |
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