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Was Weltmission ist und wieso sie auch heute wichtig ist, besprechen wir in diesem Bereich des Evangeliumsnetzes. Dieser Bereich wurde von Dr. Andreas Bartels, Campus für Christus, gestaltet. |
Maria (Maryam), die Mutter JesuMaria, die Mutter Jesu, spielt im Islam eine besondere Rolle. In der arabischen Form "Maryam" ist ihr Name der einzige Frauenname, der im Koran vorkommt. (Sonst werden Frauen immer nur erwähnt als “die Frau des ...”) - Ihr Name wird 34 mal genannt (Jesus nur 25 mal). Eine ganze Sure (Nr. 19) trägt ihren Namen. Auch auf andere Weise wird sie hervorgehoben. In einem Hadith nach Buchari heißt es: "Der Satan berührt jeden Nachkommen Adams an dem Tag, an dem er zur Welt kommt. Nur bei Maryam und ihrem Sohn Isa war es nicht so; der Satan berührte sie nicht." Grundlage für das islamische Bild von Maria sind die z.T. recht knappen Erzählungen und Andeutungen im Koran (z.B. Sure 3,35-37.42-47; 4,156; 19,16-34; 21,91; 66,12; ), die ergänzt werden durch neutestamentliche Aussagen und außerbiblische frühchristliche (z.B. koptische) Geschichten, wie sie von Korankommentatoren aufgenommen wurden. (Hinweise auf solche Quellen sowie einzelne Zitate daraus finden sich in dem Buch "The Sources of Islam" von Rev. W. St Clair-Tisdall.) - So wird im Islam z.T. mehr (und anderes) über Maria ausgesagt, als wir aufgrund des Neuen Testaments erfahren. Die Geburt der Maria
"Schwester Aarons"?
Muslime erklären diesen Tatbestand gewöhnlich so: Maria stammte wie auch ihre Kusine Elisabeth aus einer priesterlichen Familie; deshalb waren sie in übertragenem Sinne Schwestern Aarons. (Man sollte dann jedoch eher die Formulierung "Tochter Aarons" erwarten, da Aaron als der erste in der Reihe der levitischen Priester sozusagen der “Vater” des priesterlichen Geschlechtes war.) Maria im Tempel
Zakaria ließ ihr im Tempelbereich ein Zimmer erbauen, in dem sie neben ihrem Dienst im Tempel Tag und Nacht betete. Wenn Zakaria zu ihr kam, fand er, dass Gott sie auf wunderbare Weise mit Nahrung versorgt hatte (3,37). Dort sollen auch die Engel ihr gesagt haben, welch hohe Stellung ihr von Gott zugedacht wurde: Die Jungfrauengeburt
Es fällt auf, dass Koranausleger in diesem Zusammenhang immer wieder sehr deutlich betonen, die Tatsache der Jungfrauengeburt bedeute weder, dass Maria etwas anderes sei als eine menschliche Person noch dass ihr Sohn Gott selber als Vater habe. Dass Maria ohne Zutun eines Mannes, nur aufgrund göttlichen Handelns, ein Kind empfing, ist ein Zeichen der Allmacht Gottes. "Hier zeigt sich nochmals ... die Schwierigkeit der Auseinandersetzung mit dem Islam. Beide, NT und Koran lehren die Jungfrauengeburt. Der Inhalt der Erzählung im Koran stimmt in großen Zügen mit dem des NT überein. Und doch verbirgt sich hinter dieser Gemeinsamkeit ein Unterschied, der einen tiefen Riss zwischen der Verkündigung beider Heiliger Schriften sichtbar macht... Die Jungfrauengeburt ist im Koran nicht Hinweis auf die Inkarnation als Offenbarung der rettenden Liebe Gottes in Christus (Joh 3,16)." (Johan Bouman, Christen und Moslems, S. 76) Maria als eine Person der Trinität?
Diese Vorstellung wird im Koran an verschiedenen Stellen mehr oder weniger deutlich abgewehrt: Und als Gott sprach: “O Jesus, Sohn Marias, warst du es, der zu den Menschen sagte: »Nehmt euch neben Gott mich und meine Mutter zu Göttern?«” Er sagte: “Preis sei dir! Es steht mir nicht zu, etwas zu sagen, wozu ich kein Recht habe... Ich habe ihnen nichts anderes gesagt als das, was Du mir befohlen hast, nämlich: Dienet Gott, meinem Herrn und eurem Herrn!” (Sure 5,116+117) Ähnlich heißt es in Sure 5,73+75: Ungläubig sind diejenigen, die sagen: “Gott ist der Dritte von dreien”... Christus, der Sohn Marias, ist nichts anderes als ein Gesandter; vor ihm sind etliche Gesandte dahingegangen. Seine Mutter ist eine Wahrhaftige. Beide pflegten, Speise zu essen... - Allerdings entspricht die Vorstellung von Maria als dritter Person der Trinität auch nicht dem biblischen Zeugnis. Der Koran weiß viel Außergewöhnliches über Maria zu sagen. Alles wird jedoch in den üblichen islamischen Rahmen eingeordnet: Gott hat zu den Menschen geredet durch Propheten. Selbst die Jungfrauengeburt wird nicht als ein Zeichen dafür angesehen, dass Gott mehr getan hat: dass Er Seinen Sohn gesandt hat als Erlöser. KM | ||||||||
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