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Weltmission


Was Weltmission ist und wieso sie auch heute wichtig ist, besprechen wir in diesem Bereich des Evangeliumsnetzes. Dieser Bereich wurde von Dr. Andreas Bartels, Campus für Christus, gestaltet.


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Gemeinden und ihre Mitglieder senden und unterstützen Missionare



Der Auftrag Jesu in

der ganzen Welt
das ganze Evangelium zu bringen
gilt der ganzen Gemeinde Jesu.

 

Doch wir sehen schon am Anfang der Gemeinde, daß sie die Praxis der Aussendung von Missionaren hatte, die diesen Dienst stellvertretend

für die Gemeinde durchführten. Daß die Gemeinde weiterhin die Verantwortung für die Missionin aller Welt trägt äußert sich darin, daß sie für die umfassende Unterstützung der Missionare zuständig ist. Auch wenn Missionswerke einen Teil der Arbeit dafür tun, so bleibt es doch Aufgabe der Gemeinde dies zu überwachen und gegebenenfalls helfend oder korrigierend einzugreifen. Im folgenden betrachten wir verschiedene Aspekte dieser Verantwortung. Wir beginnen mit dem Nutzen, den die Gemeinde selbst davon hat, wenn sie ihrer Verantwortung für die Weltmission gerecht wird und Missionare aussendet und unterstützt.

 


Die Gemeinde: "Berufen zum Senden"



Wenn ein einzelner oder ein Team durch eine Gemeinde oder einen anderen Kreis ausgesandt und unterstützt werden soll, so bedarf das einiger Vorbereitungen. Und zwar nicht nur auf Seiten der zukünftigen Missionare, sondern auch auf Seiten der Unterstützer. Das kann eine (Orts-)Gemeinde sein oder ein Kreis aus einzelnen Unterstützern (Freundeskreis, Unterstützerkreis) - verallgemeinert sprechen wir einfach von der "Gemeinde", da Mission und deren Unterstützung ja die Aufgabe der Gemeinde Jesu als ganzes ist.

 

Die Gedanken gelten in gleicher Weise für Missionare, die ausreisen, wie für die, die in der Heimat dienen, um den Frontkämpfern den Rücken zu stärken. Gerade letztere werden dabei oft - wenn überhaupt - als Missionare zweiter Klasse angesehen, was sich auch in ihrer Unterstützung durch andere Christen wiederspiegelt. Dabei tragen gerade sie oft entscheidend dazu bei, daß weitere Missionare aufs Feld berufen werden und daß diese mit guter Vorbereitung und ständiger Unterstützung auf dem Feld bleiben und effektiv arbeiten können.

 

(Anmerkung: Viele der hier aufgeführtenGedanken sind zu finden in "Berufen zum Senden", Neal Pirolo, Hänssler Verlag,Stuttgart, 1993, seit 1999 vergriffen)

 

 



Wennjemand längerfristig ins Ausland möchte, um dort als Missionar zu arbeiten, dann sollte er oder sie vorher gut Gottes Charakter, Gottes Ruf an ihn oder sie, sowie - im Zusammenhang mit der Heimat-Gemeindeund -Kultur - sich selbst kennenlernen.

Die Gemeinde hat die wichtige Aufgabe, dies zu fördern, gegebenenfallsauch zu fordern und dabei dem Missionsinteressierten mit Rat und Tat zurSeite zu stehen.

 

Wie können Missionsinteressent und Gemeinde gut miteinander umgehen?

Auch ein optimal begabter, gut ausgerüsteter und reifer Christkann Probleme bekommen, jemals Missionar zu werden, also ein "Gesandter". Nämlich dann, wenn ihn niemand sendet. Dazu einige Punkte:

 

Zwei Wochen vor der Ausreise sind zu spät!

Ganz wichtig ist die möglichst frühzeitige Einbeziehung derGemeinde und ihrer Leitung in die eigenen Missionspläne. Es sollte keinesfalls ein eigener Weg gegen die Gemeindeleitung sein. Der angehende Missionar sollte sich durch gute Mitarbeit in der Gemeinde qualifizieren. Dazu sollte ihm natürlich von Seiten der Gemeinde die Gelegenheit gegeben werden. Über Absichten und Schritte sollte die Gemeinde und insbesondere deren Leitung stets informiert sein. Und sie sollte im wörtliche Sinne "gefragt" sein, bevor Entscheidungen anstehen. Das ist wichtig, denn die Gemeinde soll ja im Sinne des gesamten Leibes Jesu nur bewährte, geistlich gesunde Leute schicken. Und um das zu können, muß sie ihre Leute kennen.

 

Der Missionar wird von der Gemeinde gesandt und getragen

Gott beruft Menschen zu konkreten Aufgaben. Dabei ruft er sie fast nie als Einzelkämpfer, sondern immer im Kontext der Gemeinde. Dies gilt nicht nur für Aufgaben innerhalb der lokalen Gemeinde, sondern auch für den missionarischen Dienst. Missionare sind keine Einzelkämpfer, sondern sie brauchen die Rückendeckung ihrer Heimatgemeinde. Wie ein Astronaut im Weltall rettungslos verloren ist, wenn er keine Versorgungsschnur zum Raumschiff hätte, so braucht auch der Missionar eine solche Versorgungsschnur, die ihn mit der Heimat verbindet und ihm hilft, in der neuen Kultur effektivzu sein. Die aussendende Gemeinde hat also eine größere Verantwortung, als oft gedacht wird!


Besonders gut ist es, wenn die Gemeinde nicht nur für "ihren" Missionar Verantwortung übernimmt, sondern auch für das Land und Volk,unter dem er oder sie arbeitet. Die Gemeinde kann sogar eine Volksgruppe "adoptieren".

 

In folgenden Bereichen brauchtder Missionar die Unterstützung seiner Gemeinde, im Idealfall vertretendurch einen Unterstützerkreis in der Gemeinde, der konkreteAufgaben in den verschiedenen Phasen des Dienstes übernimmt. Dies umfasst folgende Bereiche:

 

 

 



  1. Moralische Unterstützung und Begleitung im Verlauf des gesamten Einsatzes

  2. Administrative und praktische Unterstützung durch einen Unterstützerkreis

  3. Geschäftliche Angelegenheiten regeln und Vorbeugen für Krankheit und Krisen - "Was kann der einzelne tun"

  4. Regelmäßige finanzielle Unterstützung - "Das letzte für die Missionare?"

  5. Unterstützung durch treues Gebet

  6. Unterstützung durch regelmäßige Kontaktpflege - "Wie schreibe ich einem Missionar"

  7. Unterstützung bei der Rückkehr (Heimatdienst oder endgültig)

Lies hier die genauere Beschreibung und noch mehr:

Wie kann Missionarsunterstützung konkret aussehen ?

 


 

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