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Weltmission


Was Weltmission ist und wieso sie auch heute wichtig ist, besprechen wir in diesem Bereich des Evangeliumsnetzes. Dieser Bereich wurde von Dr. Andreas Bartels, Campus für Christus, gestaltet.


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Deine Persönlichkeit und Deine Resourcen kennenlernen



Bevor Du konkret losgehst und aufs Missionsfeld stürmst, ist es wichtig, daß Du Dir Gedanken über Deine Persönlichkeit und über Deine persönlichen Resourcen macht. Jesus nennt das "die Kosten überschlagen" (Luk 14.28).

Du solltest Dir Gedanken darüber machen, was Du wirklich tun willst, ob Du es mit den Dir zur Verfügung stehenden Mitteln erreichen kannst, was es Dich kostet - und, ob Du diese Kosten tragen willst. Dabei kommst Du vielleicht auf das Konzept des Zeltmachers, das später noch einmal weiter behandelt werden soll. Vielleicht kommst Du durch diese Überlegungen sogar noch zu ganz neuen Ideen und stellst erstaunt fest, wieviel Gott schon in Deinem Leben getan hat, um Dich auf Deinen Dienst in der Mision vorzubereiten.

 

Je nachdem, was bei Deiner Bestandsaufnahme herauskommt, solltest Du an bestimmten Bereichen arbeiten und Dich auf Wachstum und Training darin konzentrieren.

 

Um Dich selbst besser kennen zu lernen, können Gabentests und Persönlichkeitstests hilfreich sein, wie DISG oder das D.I.E.N.S.T.- Programm, sowie ein guter Seelsorger oder Freunde, die mit Dir intesiv über solche Dinge reden.


Zu wichtigen Persönlichkeitseigenschaften und Ressourcen




dazu zählen zum Beispiel:

 

  • Dein Geschlecht

  • Deine persönlichen Gaben, Fähigkeiten und Neigungen

  • Dein Charakter, Deine Reife und Motivation

  • Dein Wissen und Deine Fertigkeiten auf verschiedenen Gebieten

  • Deine erworbenen fachlichen und sozialen Kompetenzen

  • Deine materiellen und finanziellen Mittel und Deine zeitliche Verfügbarkeit

  • Freunde und Bekannte mit bestimmten Fähigkeiten, Kontakten oder Geschäften

  • Verbindungen zu wichtigen Personen.


Dein Geschlecht ...



ist ein entscheidender Faktor, wenn es um einen fruchtbaren, erfüllten und erfüllenden Dienst geht. Du denkst vielleicht, daß das doch ganz selbstverständlich ist. Hier nur ein paar Stichworte zum Weiterdenken:

Habe ich meine Rolle als Frau oder Mann in meiner Kultur, Gesellschaft und Gemeinde schon gefunden? Wieweit lebe ich sie reif, in Gottes Ebenbild und zu Seiner Ehre aus?

 

Will ich überhaupt Frau nach dem biblischen Bild der Frau sein? Will ich überhaupt Mann nach dem biblischen Bild des Mannes sein? In unserer Gesellschaft weichen die Bilder zunehmend auf, kaum jemand will Ver-Antwortung übernehmen, man/frau will sich aus den Geschlechterrollen heraussuchen, was einem gefällt und mehr nicht. Dieser Trend macht auch vor den Gemeinden nicht halt. Wo stehe ich da?

 

Wie sieht es mit dem Land aus, in das ich mich berufen sehe? Ist dort eine starke Ausprägung der Geschlechterrolle zu sehen? Wie gut passe ich mit meiner Vorstellung von meiner Rolle in meinem Geschlecht dort hin? Wird man mich dort als richtige Mann oder richtige Frau akzeptieren? Ist das dort gelebte Geschlechterverständnis gegen das biblische oder ist es vielleicht soger biblischer, als mein eigenes? Da heißt es gut hinschauen - und ehrlich sein.

 

Wie stark ist die Trennung der Geschlechter in der von mir anvisierten Kultur? Kann ich damit leben? Vielleicht bist Du gewohnt, ständig mit Personen des anderen Geschlechtes zusammen zu sein, und dann kann (es muß aber nicht!) es Dir schwer fallen, wenn dies in Deinem Zielland kulturell nicht akzeptabel ist.

 

Falls Du Single bist, stellt sich natürlich die Frage, ob Du es bleiben willst und wie das in Deinem Zielland angesehen ist. Hast Du die Stärke den Fragen stand zu halten, warum Du keine Frau / keinen Mann hast - und ob man Dir nicht jemanden suchen solle?


Deine persönlichen Gaben, Fähigkeiten und Neigungen



Deine persönlichen Gaben, kannst Du beispielsweise anhand eines sogenannten Gabentestes kennenlernen. Es ist recht unerheblich welchen Test Du machst. wichtiger ist es, daß Du Dich überhaupt damit beschäftigst, welche Gaben Gott Dir mitgegeben hat. Denn durch die Gabenausstattung kann ER Dir vieles über Seinen Plan mit Dir mitteilen. Wenn ER einen Plan mit Dir hat (und davon gehen wir doch aus), dann wird ER Dich dafür auch entsprechend ausrüsten.




  • Wenn Du beispielsweise die Gabe der Leitung hast, solltest Du entsprechende Verantwortung bereit sein zu übernehmen. Dazu gehört jedoch immer eine entsprechende persönliche Reife und der entsprechende Charakter. - Daran mußt Du vielleicht noch arbeiten. Wenn Du das nicht beachtest, kannst Du selbst tief fallen und anderen zum Fallstrick werden:

     

    "Charisma without Character is a Catastrophy!"

    (Caio Fábio, 1989 in Manila)

     

  • Oder wenn Du nicht die Gabe der Evangelisation hast, dann solltest Du Dich nicht dazu verleiten lassen, eine vorwiegend evangelistische Tätigkeit zu suchen. Vielleicht bist Du besser in der Nacharbeit und der Jüngerschaftsschulung. Dann wirst Du eine entsprechende Tätigkeit besser ausfüllen können, zufriedener und effektiver sein.

  • Vielleicht stellst Du fest, daß Du eine Gabe hast, die Du noch kaum eingesetzt hast. Dann versuche sie zu trainieren und ihren Gebrauch zu üben. Sprich z.B. mit Deiner Gemeindeleitung darüber und bitte sie, Dir dabei zu helfen.

     

    Außerdem hat Gott Dir verschiedene Fähigkeiten gegeben oder Du hast sie durch Deinen bisherigen Lebensweg erworben. Warum solltest Du nicht Deine Fähigkeiten auch im Dienst im Reich Gottes einsetzen können - und sollen.

  • Angenommen Du kannst gut mit Kindern umgehen. Dann könnte Dein Platz dort sein, wo Du viel mit Kindern zu tun hast - und vielleicht ihre Eltern erreichen kannst.

  • Oder Du kannst gut singen und Musik machen. Vielleicht könntest Du nebenher neu zum Glauben gekommenen Geschwistern aus einem bisher vom Evangelium unerreichten Volk dabei helfen, ihre eigenen geistlichen Lieder zu entwickeln, anstatt nur unsere deutschen oder englischen Songs in ihre Sprache zu übersetzen.

     

    Ja und dann hast Du auch noch persönliche Neigungen, Du fühlst Dich zu bestimmten Personen(-Gruppen) oder Arbeiten einfach hingezogen. Auch das ist nicht unbedingt ein Hinweis darauf, daß Dich Gott genau zum Gegenteil berufen hat. Vielleicht darfst Du genau dort arbeiten, wo es Dir ohnehin Spaß macht und leicht fällt.

  • Bist Du beispielsweise gerne mit alleinerziehenden Müttern zusammen, so könnte vielleicht genau das Deine Zielgruppe im Zielland sein, mit der Du begeistert, motiviert und effektiv arbeitest.

  • Oder Du fühlst Dich am wohlsten unter Studenten - dann gibt es sicherlich in fast jedem Land der Welt eine Möglichkeit sinnvoll im Weinberg Gottes mitzuarbeiten. Du wirst Freude an der Arbeit haben, sie eigentlich kaum als Arbeit empfinden und obendrein noch eine ansteckende Ausstrahlung verbreiten.


 

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