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Gemeinden und Kirchen Vorgestellt Hintergrundinfos, Menschen und Strukturen, Anfragen, Einschätzungen und Analysen |
Die Baptisten - Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG)Wie verstehen sie sich?Schwerpunkte: die Bibel ist entscheidende Quelle des Glaubens an Jesus Christus und die allein verbindliche Norm für Glauben und Handeln. Die Freiheit der Entscheidung wird gelebt, Taufe auf das Bekenntnis zu Christus hin durch Untertauchen. Die Glaubenstaufe ist Voraussetzung für die Aufnahme in eine Gemeinde (im Unteschied zum Bund FeG). Die Gemeinden sind selbstständig und im Bund zusammengeschlossen (BEFG). Die Glaubenden bilden eine verbindliche Gemeinschaft, sind zum gemeinsamen Leben, Zeugnis und Dienst berufen und wissen sich füreinander verantwortlich.
Stichworte zur Geschichte:Erste Baptistengemeinde 1834 in Hamburg, gegründet durch Gerhard Oncken, 1828 Verlag, heute in Kassel und Wuppertal; 1949 Bund der Baptistengemeinden, 1880 Theologisches Seminar Hamburg, 1887 Diakoniewerk "Bethel" Berlin, 1899 "Tabea", ...etc. Erste Brüdergemeinden 1843 in Stuttgart, um 1850 im Rheinland, "Christliche Versammlung" in Elberfeld durch Carl Brockhaus, 1853 Verlag, 1905/1949 Missionshaus Bibelschule Wiedenest, 1941/42 Zusammenschluß zum Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, 1969 selbständige Bünde in Ost und Westdeutschland, 1991 Wiedervereinigung, 1997 zentrales Ausbildungszentrum in Elstal bei Berlin, Sitz ist seit 1948 Bad Homburg (Bundesmissionshaus)
Weltbund der Baptisten, gegründet 1905, in 170 Ländern 154000 Gemeinden mit ca. 50 Millionen Migliedern und 100 Millionen Gottesdienstbesuchern Größe:etwa 900 Gemeinden in Deutschland, 250 Zweiggemeinden, 13 regionale Zusammenschlüsse, 88000 Mitglieder, 700 Pastoren, 100 Missionare Wir zitieren aus der Selbstdarstellung des Bundes Evangelisch Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten):"Die Baptisten gehören zum Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland (BEFG). Er ist mit 88.000 Mitgliedern in 900 Gemeinden die größte Freikirche. Als Freikirche ist der BEFG unabhängig vom Staat. Es wird keine Kirchensteuer erhoben. Sämtliche Aufwendungen - von den Gehältern der Pastoren, über den Bau und Unterhalt der Kirchen und Gemeindehäuser bis zur Unterstützung für Menschen in Not - werden aus Spenden und freiwilligen Beiträgen der Mitglieder bestritten. Viele geben zehn Prozent ihres Einkommens und mehr. Verbindliche Richtschnur für alle Aktivitäten ist die Bibel.
90 Prozent aller Mitglieder sind Baptisten. Diese Glaubensgemeinschaft gibt es seit dem 17. Jahrhundert. Sie entstand unter englischen Religionsflüchtlingen in Holland, die sich dem Staatskirchentum verweigerten und Gemeinden von Gläubigen bilden wollten. Ihren Namen "Baptisten" (Täufer) erhielten sie von ihren Gegnern, weil sie die Kindertaufe als unbiblisch ablehnten und die Gläubigentaufe praktizierten. Die erste deutsche Baptistengemeinde wurde 1834 von dem Kaufmann Johann Gerhard Oncken in Hamburg gegründet. Zuvor hatte er sich zusammen mit fünf Freunden in der Elbe von einem baptistischen Theologen aus Amerika taufen lassen. Durch die Tätigkeit Onckens als Bibelverbreiter kam es vielerorts zur Gründung von Gemeinden taufgesinnter Christen. 1849 wurde ein Gemeindebund ins Leben gerufen. Er hat heute seinen Sitz und seine Geschäftsstelle, das Bundesmissionshaus, in Bad Homburg.
Rund zehn Prozent der Mitglieder im BEFG sind "Brüder", wozu auch Frauen zählen. Die "Brüderbewegung" entstand im 19. Jahrhundert in England. Dort wollten Christen eine vom Geist Gottes geprägte Gemeinschaft bilden, um ohne organisatorische Fesseln oder ein Kirchendach die Einheit der einen Kirche Jesu Christi zu praktizieren. In Deutschland entstanden solche Gemeinden seit 1843 in Württemberg und im Rheinland. Hauptmotor war der Verleger Carl Brockhaus in Elberfeld. Er gründete die "Christliche Versammlung". Bekannt wurde Brockhaus als Herausgeber der wortgetreuen "Elberfelder Übersetzung" der Bibel. Brüdergemeinden feiern jede Woche das Abendmahl und kommen weithin ohne hauptamtliche theologische Mitarbeiter aus. Neben den im BEFG organisierten "Brüdern", die eine eigene Geschäfsstelle in Leipzig betreiben, gibt es eine größere Anzahl, die keine oder nur lose Kontakte zu anderen Christen unterhält.
Für die Mitglieder des BEFG ist die Bibel die verbindliche Richtschnur für die persönliche Glaubensüberzeugung und praktische Gestaltung des Lebens. Auch für Leben und Ordnung der Gemeinde ist sie maßgeblich. Gemeindemitglieder vertrauen darauf, daß Gott sie durch den Heiligen Geist zum rechten Verstehen der Bibel leitet. Sie sind davon überzeugt, daß Gott selbst zu ihnen in der Bibel spricht.
In seinen diakonischen Einrichtungen kümmert sich der Bund um hilfsbedürftige Menschen: Kranke, Alte und Behinderte. Zum Bund gehören drei Diakoniewerke mit über 7.000 Mitarbeitern. Es gibt baptistische Krankenhäuser, Kindergärten, Altenheime, Tagungsstätten, Studenten- und Obdachlosenwohnheime. Weil Baptisten davon überzeugt sind, daß Deutschland Missionsland ist - nur die wenigsten Bundesbürger gehen sonntags in einen Gottesdienst -, betreiben sie eine "Heimatmission". Ihr Ziel ist es, daß in jedem Ort mit mehr 10.000 Einwohnern eine lebendige Gemeinde existiert. Mit der Europäischen Baptistischen Mission (EBM) engagiert sich der Bund stark in Afrika und Südamerika. Ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter werden im Bildungszentrum Elstal ausgebildet.
Die Baptisten unterhalten viele Kontakte zu anderen Kirchen, Freikirchen und internationalen Organisationen. "Jesus Christus baut seine Gemeinde in verschiedenen Kirchen und Gemeinschaften", heißt es in einer BEFG-Bekenntnisschrift. Sie engagieren sich in der Deutschen Evangelischen Allianz und gehören zu den Gründungsmitgliedern der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen. Sie arbeiten auch in der Vereinigung Evangelischer Freikirchen mit. Ebenfalls sind sie in der Europäischen Baptistischen Föderation (EBF) vertreten, einem Zusammenschluß mit 750.000 Mitgliedern in fast allen Ländern Europas und dem Nahen Osten. Sie gehören auch zum 1905 gegründeten Baptistischen Weltbund (BWA). Er repräsentiert heute rund 50 Millionen Mitglieder und 100 Millionen Gottesdienstbesucher." |
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