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Donnerstag: Gott möchte mich frei machen
Wann ist ein Mensch frei? Wenn er tut, was er will? Jesus hat da einen ganz eigenen tiefliegenden Blick. Davon erfahren wir heute in unserem Text aus dem Johannes Evangelium und dem Römerbrief.
"Als er das sagte, glaubten viele an ihn. 31 Da sprach nun Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger 32 und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen. 33 Da antworteten sie ihm: Wir sind Abrahams Kinder und sind niemals jemandes Knecht gewesen. Wie sprichst du dann: Ihr sollt frei werden? 34 Jesus antwortete ihnen und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer Sünde tut, der ist der Sünde Knecht. 35 Der Knecht bleibt nicht ewig im Haus; der Sohn bleibt ewig. 36 Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei." (Johannes 8, 30ff) "So sind wir nun, liebe Brüder, nicht dem Fleisch schuldig, daß wir nach dem Fleisch leben. 13 Denn wenn ihr nach dem Fleisch lebt, so werdet ihr sterben müssen; wenn ihr aber durch den Geist die Taten des Fleisches tötet, so werdet ihr leben. 14 Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. 15 Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, daß ihr euch abermals fürchten müßtet; sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch den wir rufen: Abba, lieber Vater! 16 Der Geist selbst gibt Zeugnis unserm Geist, daß wir Gottes Kinder sind. 17 Sind wir aber Kinder, so sind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben und Miterben Christi, wenn wir denn mit ihm leiden, damit wir auch mit zur Herrlichkeit erhoben werden." (Römerbrief 8,30 ff)
Gott möchte mich frei machen. Er möchte alle Bindungen lösen an das, was mich von Gott getrennt hält. Er möchte alles durchtrennen, was mich noch festhält in schlechten Angewohnheiten, in Neid und Zorn, in Diebstahl oder Unehrlichkeit, in Haß und Mißgunst. Freiheit ist nicht die Freiheit dazu, jeden Unsinn anzustellen. Daß man das auf dieser Welt kann, ist offensichtlich - Morde und Kriege sind an der Tagesordnung, Betrug und Lügen sind nicht zu zählen. Doch Gottes Freiheit ist anders. Es ist die Freiheit zum Guten. Der Geist Gottes schenkt uns diese Freiheit in Jesus Christus. Es ist die Freiheit, Gott zum Vater zu haben, zum Pappa im Himmel. Wenn wir so geborgen und in weitreichender Weise "zu Hause" sind, dann können wir beginnen, Schritte der Freiheit zu gehen und zu leben. Paulus redet oft vom "Fleisch". Damit meint er eine bestimmte Form von Egoismus und Sucht, die nach weltlichen Vergnügungen strebt. Was das Wichtige ist für mein Leben, das ist mein Gott. Woran mein Herz hängt, davon bin ich abhängig. Gott möchte mich frei machen, indem er mein Herz mit seiner Liebe erfüllt, indem ich mich voll und ganz an Jesus Christus hänge.
Gemeinde ist die Gemeinschaft von Menschen, welche die Freiheit lernen und sich täglich darin üben. Gemeinde ist damit eine Gemeinschaft, in der es ein guter Sport ist, Sünde mit Rücksicht anzusprechen und sich gegenseitig Gottes Liebe und Heiligkeit, Freude, Freundlichkeit, Geduld, Hilfe, Offenheit und Achtung entgegenzubringen. So ermuntert sich die freie Gemeinde zu einem Leben als "Salz der Erde". Gemeinde ist die Gemeinschaft von Menschen, die der Geist Gottes täglich in die Freiheit treibt. | ||||||
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