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Mittwoch: Menschen, die mich trösten und die ich tröste
Der Mensch braucht eine ganze Reihe von Dingen, um als Mensch leben zu können. Vergebung und tätige Hilfe haben wir schon angesprochen. Heute kommen wir zum Trost, zum Mitleiden und der Ermutigung als wesentlichem Bestandteil der christlichen Gemeinschaft. "Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden. 16 Seid leines Sinnes untereinander. Trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch herunter zu den geringen." (Römer 12,15 ff) "1 Ist nun bei euch Ermahnung in Christus, ist Trost der Liebe, ist Gemeinschaft des Geistes, ist herzliche Liebe und Barmherzigkeit, 2 so macht meine Freude dadurch vollkommen, daß ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe habt, einmütig und einträchtig seid. 3 Tut nichts aus Eigennutz oder aum eitler Ehre willen, sondern in Demut bachte einer den andern höher als sich selbst, 4 und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient. 5 Seid so unter euch gesinnt, wie es auch der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht: 6 Er, der din göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein, 7 sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt. 8 Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz. 9 Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist, 10 daß in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, 11 und alle Zungen bekennen sollen, daß Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters. (Philipper 2,1 ff)
Christen sollen einander in guten und schlechten Zeiten begleiten und beistehen. Freut euch mit den Fröhlichen, weint mit den Weinenden. Das ist ein Grundprinzip Jesu. Wo ein Teil von Jesus, eines seiner Kinder, sich freut, da freuen sich alle mit. Und wo ein Kind Jesu Leid zu tragen hat, da leiden alle mit. So wird Leid tragbar und erträglich. Immer wieder fordert Jesus Solidarität in allen Dingen zu den Mitmenschen, und immer wieder sagt er uns SEINE unbedingte Solidarität zu. Solidarität beinhaltet die Besitztümer genauso wie Wissen, Gefühle und Lebensschicksal. Darum wird diese Solidarität immer mindestens zwei Komponenten haben: das mitfühlen und das mithelfen. Paulus malt uns Christen immer wieder das Leben Jesu als Vorbild und Muster vor Augen, an dem wir uns orientieren sollen. Seine Solidarität mit uns hat ihn in den Tod getrieben, damit wir leben können. Das zeichnet ihn in einer Weise aus, daß wir ihn mit ganzem Herzen als Liebe Gottes zu uns annehmen und anbeten können.
Gemeinde ist ein Ort von Menschen, die sich miteinander freuen und die miteinander weinen. Gemeinde ist ein Ort der unbedingten Solidarität untereinander. So kann Ermutigung stattfinden, so kann Kritik angenommen und aufgenommen werden. Gemeinde ist ein Ort, an dem Menschen sich trösten und ihren Lebensweg gemeinsam gehen in guten und schlechten Tagen. | ||||||
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