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Evangelium.de > lesen & informieren > Geschichte des Glaubens > Anfänge: 4-70 n.Chr. > Jerusalemer Konzil 50 n.Chr. >


Wie nahm der christliche Glaube seinen Anfang? Was war das auslösende Moment? Wie kam es zu den ersten christlichen Gemeinden? Was haben sie gelehrt und geglaubt? Wie haben sie gelebt? Was ist dann im Laufe von 2000 Jahren aus diesem Glauben geworden? Wie hat er sich verändert? Welche christlichen Kirchen und Gemeinden gibt es heute?

 


Geschichte des Glaubens
->Anfänge: 4-70 n.Chr.
   Wie der Glaube begann 30-33 n.Chr.
   Die junge christliche Kirche
   Stephanus und Verfolgungen
   Paulus wird Christ 33-45 n.Chr.
   Christentum in die Türkei und nach Griechenland
   Paulusbriefe 50-70 n.Chr.
 ->Jerusalemer Konzil 50 n.Chr.
   Gewißheit - Frühe Quellen des 1. Jh. n.Chr.
   Zerstörung des Tempels
  Untergrundkirche: 70-312 n.Chr.
  Versuchung der Macht: 313-590 n.Chr.
  Bekehrung Europas: 590-1054 n.Chr.
  Kreuzzüge bis Renaissance: 1054-1517 n.Chr.
  Reformation: 1517-1648 n.Chr.
  Aufklärung und Erweckung 1648-1776 n.Chr.
  Industrielle Revolution 1776-1914 n.Chr.
  Moderne Gesellschaft 1914 n.Chr. - heute
 

Was bringt Rettung? - das Jerusalemer Konzil ca 50 n.Chr.

Schon früh in der Geschichte der jungen christlichen Kirche ging es darum, Klarheit in zentralen Fragen des christliche Glaubens zu bekommen. Und schon früh kristallisierte sich eine Umgangsweise heraus, wie in diesen Fragen entschieden wurde: durch ein Treffen der verantwortlichen Leiter, durch ein Konzil.

Das erste bekannte Konzil war ein Treffen der Apostel selbst, mit Petrus und Paulus als Haupt-Kontrahenden. Es ging darum, was einen Menschen vor Gottes Zorn und Gericht rettet. Nach jüdischer Tradition war da das Gesetz des Mose und der Propheten. Dieses war zu halten - nur so konnte ein Mensch vor Gott gerecht werden. Aber Jesus war dann als Retter gekommen, um Menschen diese Gerechtigkeit, die für das jüdische Volk über Jahrhunderte eine unendlich hohe Hürde gewesen ist, zu erwerben und allein durch den Glauben zugänglich zu machen.

In der Apostelgeschichte wird vom Jerusalemer Konzil berichtet:

Und einige kamen herab von Judäa und lehrten die Brüder: Wenn ihr euch nicht beschneiden laßt nach der Ordnung des Mose, könnt ihr nicht selig werden. 2 Als nun Zwietracht entstand und Paulus und Barnabas einen nicht geringen Streit mit ihnen hatten, ordnete man an, bdaß Paulus und Barnabas und einige andre von ihnen nach Jerusalem hinaufziehen sollten zu den Aposteln und Ältesten um dieser Frage willen. 3 Und sie wurden von der Gemeinde geleitet und zogen durch Phönizien und Samarien und erzählten von der Bekehrung der Heiden und machten damit allen Brüdern große Freude. 4 Als sie aber nach Jerusalem kamen, wurden sie empfangen von der Gemeinde und von den Aposteln und von den Ältesten. Und sie verkündeten, wieviel Gott durch sie getan hatte. 5Da traten einige von der Partei der Pharisäer auf, die gläubig geworden waren, und sprachen: Man muß sie beschneiden und ihnen gebieten, das Gesetz des Mose zu halten. 6 Da kamen die Apostel und die Ältesten zusammen, über diese Sache zu beraten.

7 Als man sich aber lange gestritten hatte, stand Petrus auf und sprach zu ihnen: Ihr Männer, liebe Brüder, ihr wißt, daß Gott vor langer Zeit unter euch bestimmt hat, daß durch meinen Mund die Heiden das Wort des Evangeliums hörten und glaubten. 8 Und Gott, der die Herzen kennt, hat es bezeugt und ihnen den heiligen Geist gegeben wie auch uns, 9 und er hat keinen Unterschied gemacht zwischen uns und ihnen, nachdem er ihre Herzen gereinigt hatte durch den Glauben. 10 Warum versucht ihr denn nun Gott dadurch, daß ihr bein Joch auf den Nacken der Jünger legt, das weder unsre Väter noch wir haben tragen können? 11 Vielmehr glauben wir, durch die Gnade des Herrn Jesus selig zu werden, ebenso wie auch sie. 12 Da schwieg die ganze Menge still und hörte Paulus und Barnabas zu, die erzählten, wie große Zeichen und Wunder Gott durch sie getan hatte unter den Heiden.

13 Danach, als sie schwiegen, antwortete Jakobus und sprach: Ihr Männer, liebe Brüder, hört mir zu! 14 Simon hat erzählt, wie Gott zum ersten Mal die Heiden gnädig heimgesucht hat, um aus ihnen ein Volk für seinen Namen zu gewinnen. 15 Und dazu stimmen die Worte der Propheten, wie geschrieben steht (Amos 9,11-12): 16 «Danach will ich mich wieder zu ihnen wenden und will die zerfallene Hütte Davids wieder bauen, und ihre Trümmer will ich wieder aufbauen und will sie aufrichten, 17 damit die Menschen, die übriggeblieben sind, nach dem Herrn fragen, dazu alle Heiden, über die mein Name genannt ist, spricht der Herr, 18 der tut, was von alters her bekannt ist.» 19 Darum meine ich, daß man denen von den Heiden, die sich zu Gott bekehren, nicht Unruhe mache, 20 sondern ihnen vorschreibe, daß sie sich enthalten sollen von Befleckung durch Götzen und von Unzucht [=Außerehelichem Geschlechtsverkehr] und vom Erstickten und vom Blut. 21 Denn Mose hat von alten Zeiten her in allen Städten solche, die ihn predigen, und wird alle Sabbattage in den Synagogen gelesen. (Apg 15, 1ff)

Das erste Konzil trifft zentrale Entscheidungen für den christlichen Glauben. Es ist die Gnade Gottes durch den Glauben an Jesus, die einen Menschen mit Gott versöhnt. Hier kann neue Gottesbeziehung entstehen, welche den Menschen mit Gottes Heiligkeit zusammenbringt. Hier kann ein Mensch wahrhaftig zu Gott "lieber Vater" sagen lernen.


   

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