
Wie nahm der christliche Glaube seinen Anfang? Was war das auslösende Moment? Wie kam es zu den ersten christlichen Gemeinden? Was haben sie gelehrt und geglaubt? Wie haben sie gelebt? Was ist dann im Laufe von 2000 Jahren aus diesem Glauben geworden? Wie hat er sich verändert? Welche christlichen Kirchen und Gemeinden gibt es heute?

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Die junge christliche Kirche in den Jahren ca. 30-33 n.Chr
Die Apostelgeschichte erzählt, was mit den Christen nach Tod, Auferstehung
und Himmelfahrt Jesu geschah. Zuerst müssen wir uns die merkwürdige
Situation klarmachen. Die Jünger haben in Jesus den Retter gesehen, den
Messias und Beauftragten Gottes, ja sogar Gottes eigenen Sohn. Dann
wurde genau dieser Retter voll Elend am Kreuz hingerichtet. Die Bibel
erzählt, wie verstört und desillusioniert die Jünger gewesen sind.
Dann, am Sonntag nach der Kreuzigung (die wohl Freitag nachmittags
stattfand), gab es die ersten Begegnungen mit dem auferstandenen
Jesus. Alles ist recht merkwürdig. Jesus begegnet den Frauen. Einige
Jünger sind auf dem Weg nach Emmaus und begegnen einem Fremden,
den sie erst bei dessen unmittelbaren Verschwinden als Jesus erkennen.
Dann aber verdichten sich die Erfahrungen, Jesus tritt mitten unter die
Jünger, Jesus begegnet sogar dem Zweifler Thomas. Nach 40 Tagen
schließlich verabschiedet er sich und geht "zum Vater". "
Aufgefahren gen Himmel" heißt es.
Zu Pfingsten schenkt Gott den jetzt zurückgezogenen Jüngern seinen
heiligen Geist - und sie werden missionarisch-evangelistisch aktiv. Petrus
hält seine berühmte Pfingstrede und 3000 Menschen kommen zur ersten
christlichen Gemeinde hinzu. Dies hören wir uns jetzt im Original an:
Als sie aber das hörten, ging's ihnen durchs
Herz, und sie sprachen zu Petrus und den andern Aposteln: Ihr Männer,
liebe Brüder, was sollen wir tun? 38 Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße,
und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur
Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des heiligen
Geistes. 39 Denn euch und euren Kindern gilt diese Verheißung, und allen,
die fern sind, so viele der Herr, unser Gott, herzurufen wird. 40 Auch mit
vielen andern Worten bezeugte er das und ermahnte sie und sprach: Laßt
euch erretten aus diesem verkehrten Geschlecht! 41 Die nun sein Wort
annahmen, ließen sich taufen; und an diesem Tage wurden hinzugefügt
etwa dreitausend Menschen. (Apg 2,37 ff)
Die erste Gemeinde war eine freiwillige Sache. "Die nun sein
Wort annahmen..." - zum Glauben kann niemand gezwungen
werden. Diese Tatsache ist dann 350 Jahre später in Vergessenheit
geraten - als das Christentum zur Staatsreligion geworden war und
schließlich über viele Jahrhunderte mit Schwert und Gewalt eine
unrühmliche Ehe einging.
Noch etwas anderes ist hier hochspannend. Wer bewußt umkehrt zu
Jesus Christus und sich auf seinen Namen taufen läßt zur Vergebung
der Sünden empfängt die Gabe des heiligen Geistes. Errettung ist
diese Umkehr zu Jesus. Und bei dem öffentlichen Bekenntnis durch
die Taufe wird der heilige Geist zugesagt: einem jeden Christen.

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