
Wie nahm der christliche Glaube seinen Anfang? Was war das auslösende Moment? Wie kam es zu den ersten christlichen Gemeinden? Was haben sie gelehrt und geglaubt? Wie haben sie gelebt? Was ist dann im Laufe von 2000 Jahren aus diesem Glauben geworden? Wie hat er sich verändert? Welche christlichen Kirchen und Gemeinden gibt es heute?

|
|
Christ werden - ein Meilenstein meiner persönlichen Geschichte
Wir sprechen über Geschichte - die Geschichte der Welt und
die Geschichte unserer Kultur, aber auch über unsere
persönliche Geschichte, über unseren ganz eigenen Lebensweg.
Zu diesem Lebensweg gehört die Entscheidung für Jesus
Christus - es gehört dazu der Schritt, Christ zu werden
oder sich von Christus zu distanzieren.
Der Schritt zu einem Leben in Gemeinschaft mit Jesus Christus
ist für viele Menschen zu einem Meilenstein ihres Lebens
geworden, zu einem Meilenstein ihrer persönlichen Geschichte.
Wenn ich zum ersten mal mein Leben Gott anvertraue, dann
verändert sich in der Regel viel. Dann höre ich auf, meinen
eigenen kleinen und egoistischen Zielen zu folgen. Dann
beginne ich, Gottes Plan mit der Welt in den Blick zu
nehmen. Ich werde wacher in Sachen Gerechtigkeit, Solidarität,
Wahrheit, Liebe, Hingabe, u.v.m
Die Bibel spricht von dem Schritt zum Glauben oft als
"Bekehrung" oder "Umkehr". Es ist eine Umkehr von dem Weg
ohne Gott zu einem Lebensweg mit Gott. Damit ist nicht gemeint,
jetzt würde Gott uns alle Steine aus dem Weg räumen und wir
könnten ihn als Wunscherfüllungsmaschine benutzen. Es ist
damit gemeint, daß wir unseren Willen, unser Denken und
Handeln für die Leitung von Gottes Geist öffnen. Wir vertrauen
uns IHM an. Er leitet unsere Wünsche und unseren Willen.
Der Schritt zu Gott ist ein Schritt der Selbst-Entäußerung.
Ich weise meinem Selbst eine neue Rolle zu: die Rolle der
Unterordnung und Einordnung auf den Schöpfer hin. Erst so wird
"wahres Menschsein" möglich: erst in der Hingabe und Unterordnung
der Liebe werde ich voll und ganz das, was Gott als Mensch
geschaffen und entworfen hat. Ohne die Hingabe in Liebe und
Wahrheit ist der Mensch unvollständig.
Der christliche Glaube gehört zur Weltgeschichte,
weil er die Geschichte des Menschen beschreibt, der ganz
Mensch werden kann. Der Glaube rührt damit an die Grundfeste
unserer Weltsicht, unseres Verständnisses von Ich und Du,
von Gesellschaft und Gemeinschaft, von Lebenszielen, Demokratie
und Zeitenablauf. Erst die Liebe zum Schöpfer und die Liebe
zu den Mitmenschen macht den
Menschen gesund, erst die Hingabe in Wahrheit macht es möglich,
daß Gott heilen kann. Durch Jesus hat ER alles dazu vorbereitet
und getan. "Es ist vollbracht."
Umkehr kann für Sie HEUTE sein. Umkehr kann und muß dabei
immer wieder neu erfolgen - denn in dieser Welt leben wir
beeinflußt von vielem, das Gottes Plan und Gottes Reich entgegen
steht. Sind wir davon beeinflußt, ist eine Umkehr für uns
dran. Darum: ob Sie schon Christ/in sind oder nicht: Umkehr
macht jeden Morgen Sinn, jeden Mittag, jeden Abend. Umkehr zu Jesus.
Das Gebet ist eine große Tür zur Gegenwart Gottes. Ebenso
wie das Lied und Lob uns direkt vor IHN führt. Diese
Erfahrung haben Christen aller Zeiten gemacht, angefangen bei
Petrus in der nächtlichen Gefangenschaft, der zum Lobpreis fand
und Gott laut in Gebeten und Liedern angebetet hat. Gottes Geist
ist gegenwärtig und wartet darauf, daß wir ihn ansprechen, ihn
bitten, unsere Gefühle und Fragen bei ihm aussprechen und Rat
suchen. Er wird uns diesen Rat nicht verweigern - und seine Hilfe
und Begleitung sind uns ganz gewiß! Wir müssen nur bitten.
Ich wünsche Ihnen aus ganzem Herzen, daß Sie den Schritt zu
Gott heute (neu?) gehen können.

|
|
|