zur Hauptseite
zur Hauptseite ###PrintVersionText###HauptseiteSitemapImpressum
Evangelium.de > lesen & informieren > Geschichte des Glaubens > Bekehrung Europas: 590-1054 n.Chr. > Invasion im Osten: der Islam >


Wie nahm der christliche Glaube seinen Anfang? Was war das auslösende Moment? Wie kam es zu den ersten christlichen Gemeinden? Was haben sie gelehrt und geglaubt? Wie haben sie gelebt? Was ist dann im Laufe von 2000 Jahren aus diesem Glauben geworden? Wie hat er sich verändert? Welche christlichen Kirchen und Gemeinden gibt es heute?

 


Geschichte des Glaubens
  Anfänge: 4-70 n.Chr.
  Untergrundkirche: 70-312 n.Chr.
  Versuchung der Macht: 313-590 n.Chr.
->Bekehrung Europas: 590-1054 n.Chr.
   Zivilisierung der Barbaren 600.-700. n.Chr.
   Glauben in Mittel- und Nordeuropa 7.+8. Jh.
   Deutschland beginnt zu glauben 8.Jh
 ->Invasion im Osten: der Islam
   Karl der Große - christliches Frankenreich 768-814
   Mittelalterliche Kultur um 800.
   Zerfall, Chaos, Immoralität im 9. Jh.
   Kirche, Staat, Mönchstum im 10. Jh.
   Glanz und Spaltung der Kirche 6. -11. Jh.
   Östliche Kirchen und großes Schisma 1054
  Kreuzzüge bis Renaissance: 1054-1517 n.Chr.
  Reformation: 1517-1648 n.Chr.
  Aufklärung und Erweckung 1648-1776 n.Chr.
  Industrielle Revolution 1776-1914 n.Chr.
  Moderne Gesellschaft 1914 n.Chr. - heute
 

Invasion im Osten: der Aufstieg des Islam

In der Mitte des siebten Jahrhunderts wurden die Gebiete Palästinas, Syriens und Ägyptens von den Nachfolgern des Propheten Mohammed eingenommen. In dem Versuch, der Welt die Lehren des "wahren Glaubens" Islam zu bringen, eroberten sie die heiligen Städte des jüdischen und christlichen Glaubens und all jene Länder, in denen sich der christliche Glaube zuerst ausgebreitet hatte.

Die muslimischen Eroberer wurden von den Herrschern des römischen Reiches nicht anders gesehen als die Barbaren des Nordens. Sie eroberten innerhalb kurzer Zeit weite Teile Kleinasiens und Nordafrikas, wenn ihnen auch die Einnahme Konstantinopels mißlang. 732 stießen sie bis nach Frankreich vor, wo sie von Karl Martel ("dem Hammer") bei Poitiers gestoppt wurden. Im Jahr 739 wurden sie erneut bei Lyon von Martels Armeen aufgehalten, der sie bis nach Spanien zurückwarf. Während die Barbaren den Glauben der Unterworfenen annahmen, reagierten die Muslime ganz anders und hatten ihre eigene starke Mission, die der christlichen Botschaft entgegenstand.

Einer der Auswirkungen der muslimischen Eroberungen war die Schwächung der Verbindungen zwischen Ost- und Weströmischem Reich. Der Westen fühlte sich stark bedroht und wandte sich an die barbarischen Herrscher um Schutz. Die islamische Expansion führte zum Verlust der Patriarchen von Antiochien, Alexandria und Jerusalem, so daß der Wettstreit um die Führung der Christenheit sich auf die Bishöfe von Konstantinopel und Rom konzentrierte. Viele Christen verließen den bedrohten Westen und siedelten in und um Konstantinopel. Für drei Jahrhunderte wurde Konstantinopel die mächtigste Stadt der westlichen Hemisphere. Der Osten und der Westen stand sich in Geschichte und der Bedrohung durch den Islam nahe, doch sowohl politisch als auch kulturell bewegten sich die beiden auseinander.

Durch die muslimische Herrschaft entstand eine Trennung Europas von Asien, wenn auch in Persien, Palästina und Ägypten christliche Kirchen weiterlebten. In Ägypten hatte der Glaube bestand in Form der koptischen Kirche, in Persien in Form der Nestorianer. Hier erreichten einige Christen einen herausragenden Status unter der muslimischen Aristokratie. Sogar in China überlebte ein Teil der nestorianischen Mission - zu jener Zeit der Tang Dynastie war China eines der reichsten und zivilisiertesten Länder der Erde. Mönchen war es erlaubt, Klöster zu bauen und zu siedeln. Zwei Jahrhunderte lang lebten Christen in China in Freiheit, bis die taoistischen Kaiser des neunten Jahrhunderts die Klöster auflösten und das Christentum zu großen Teilen verschwand.

Der muslimische Glaube ist bis heute eine der großen Herausforderungen des Christentums. Der "wahre Gott" Allah ähnelt in vielem dem christlichen Gott - wenn er auch in wesentlichen Grundfragen völlig verschieden ist von dem Gott, der uns im alten und neuen Testament und in der Person Jesu Christi entgegentritt. Die Liebe Gottes, die Christen in und durch Jesus erfahren, ist dem Muslimen in dieser Art nicht bekannt.

Roland Potthast für das Evangeliumsnetz.


   

Evangeliumsnetz Home | Neu&Aktuell | Lesen&Informieren | Mitreden&Diskutieren | Dienste&Verzeichnisse | Kontakt&Kennenlernen
anker.com | hilfswerke.de | auftanken.de | schrei.de | biblechat.de | gebetsanliegen.de | jugendcenter.de

  © Evangeliumsnetz e.V., Deutschland