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Evangelium.de > lesen & informieren > X-Tours > Mißtrauen - Maßlosigkeit - Einsamkeit ... vom Zorn Gottes >


Das X-Tours Seminar behandelt grundlegende Fragen des christlichen Glaubens in 26 Abschnitten.


Übersicht X-Tours
  Aufbruch zum Land des Glaubens
  Vom Reisegepäck
  Von einer ermutigenden Zusage
  Faszinierendes Leben - von Gottes Gegenwart
  Was jeder will: Sinn und Erfüllung
  Über den Unterschied von Denken, Vermuten und Glauben.
  Glauben und Wissen
  Innere Verletzungen
  Schritte zur inneren Heilung
  Gebet um innere Heilung
  Von Mauern des Mißtrauens ...
  Warum moralisches Handeln keinen Christen macht
->Mißtrauen - Maßlosigkeit - Einsamkeit ... vom Zorn Gottes
  Umkehr - Überraschung - Ehrlichkeit - Freude
  Der Mensch sucht Gott: die Religionen
  Gott sucht den Menschen: Jesus Christus
  Die Lösung der Schuldfrage
  Auferstehung - Gottes Macht und Gegenwart
  Schritte zu Gott
  Gespräch, Beziehung und die Taufe als Zeichen der Annahme
  Hineinwachsen in die christliche Gemeinschaft
  Über den eigenen Glauben nachdenken
  10 Dinge, die uns von Gott wegziehen können (Teil A)
  10 Dinge, die uns von Gott wegziehen können (Teil B)
  Vorbilder des Glaubens
  Die tiefe Liebe Gottes
 




Mißtrauen - Maßlosigkeit - Einsamkeit ... vom Zorn Gottes

Jesus erzählt seinen Jüngern ein Gleichnis,
in dem wird dargestellt,
wie sich ein Mensch von Gott entfremdet
und wie die Entfremdung überwunden wird.
Es ist das Gleichnis vom verlorenen Sohn.

Wir möchten mit Ihnen nun
den ersten Teil dieses Gleichnisses lesen,
und es dann in einzelnen Schritten durchsprechen.
Die Fortsetzung gibt es in der nächsten Station des Seminars.

Wir lesen im Evangelium des Lukas, Kapitel 15, ab Vers 11.
Als Übersetzung haben wir hier die "Hoffnung für alle" gewählt.

Ein Mann hatte zwei Söhne, erzählte Jesus. Eines Tages sagte der Jüngere zu ihm: Vater, ich will jetzt schon meinen Anteil am Erbe ausbezahlt haben. Da teilte der Vater sein Vermögen unter ihnen auf.
Nur wenige Tage später packte der jüngere Sohn alles zusammen, verließ seinen Vater und reiste ins Ausland. Endlich konnte er sein Leben in vollen Zügen genießen. Er leistete sich, was er wollte, bis er schließlich keinen Pfennig mehr besaß. Zu allem Unglückbrach brach in dieser Zeit eine große Hungersnot aus. Es ging ihm sehr schlecht. In dieser Verzweiflung bettelte er so lange bei einem Bauern, bis der ihn zum Schweinehüten auf die Felder schickte. Oft quälte ihn der Hunger so, daß er froh gewesen wäre, etwas vom Schweinefutter zu bekommen. Aber selbst davon erhielt er nichts.

Es ist das Mißtrauen,
welches den jüngeren Sohn bewegt.
Beim Vater ist er immer nur zweiter!
Soll das denn schon das Leben gewesen sein?

Dieser jüngere Sohn entschließt sich,
seinen eigenen Weg zu gehen.
Er spricht zu seinem Vater:

Vater, ich will jetzt schon meinen Anteil am Erbe ausbezahlt haben.

Er läßt sich hier also voll vom Vater auszahlen.
Danach hat er keine Ansprüche mehr, sie sind "quitt".
Und der Vater gib dem Willen des Sohnes nach.
Er gibt ihm, was er verlangt.

Da teilte der Vater sein Vermögen unter ihnen auf.

Und als der Sohn "sein Eigentum" bekommen hat:

Nur wenige Tage später packte der jüngere Sohn alles zusammen, verließ seinen Vater und reiste ins Ausland.

Jesus erzählt dieses Gleichnis,
weil es unsere Situation betrifft:
die Situation des Menschen
der von Gott entfremdet ist!

Der von Gott entfremdete Mensch hat sein Erbteil zusammengepackt,
seine natürlichen Kräfte,
seinen Verstand, seine Einsicht, seinen Willen,
und er hat Gott hinter sich gelassen!

Es schmerzt den Vater in diesem Gleichnis,
daß der Sohn ihn verläßt!
Es schmerzt ihn,
daß sein Sohn ihm kein Vertrauen entgegenbringt!
Dies ist ein Gleichnis für den Schmerz Gottes:
wenn Menschen ohne ihn unterwegs sind,
wenn sie sich von ihm abgewandt haben,
wenn sie nur mit ihren natürlichen Ressourcen unterwegs sind,
auf sich allein gestellt.

So wie das Mißtrauen des Sohnes
der Schmerz des Vaters ist,
so ist das Mißtrauen des Menschen
der Schmerz Gottes!

 

Allein mit der Maßlosigkeit

Im folgenden erzählt das Gleichnis,
in welcher Weise sich das Leben des Sohnes entwickelt.

und dort vergeudete er sein Vermögen, indem er verschwenderisch lebte.

Es ist Maßlosigkeit,
die sich nach der Trennung vom Vater entwickelt.
Bald ist das Erbe verspielt!

Auch dieser Teil des Gleichnisses
beschreibt den natürlichen Menschen!

Der von Gott entfremdete Mensch
geht maßlos um mit sich selbst
mit anderen Menschen
mit der Schöpfung Gottes!

Jesus will uns am Bild des verlorenen Sohnes
unsere eigene Verlorenheit zeigen,
unser Prassen mit unseren natürlichen Gaben
und unsere Maßlosigkeit.

Die Bibel nennt das selbstgewählte
Verderben des Sohnes
den Zorn Gottes.

"...darum hat sie Gott dahingegeben..."
heißt es im Römerbrief im ersten Kapitel.
Es ist der von Gott gelöste Mensch selbst,
der hier das Verderben über sich bringt!

 

Konsequenzen der Gottlosigkeit

Der Sohn landet in jenem fremden
Land bei den Schweinen.
Das war im jüdischen Denken das Zeichen dafür,
daß er sich außerhalb jeder
menschlichen Gemeinschaft bewegte.
Schweine galten als unreine Tiere.

Er leistete sich, was er wollte, bis er schließlich keinen Pfennig mehr besaß. Zu allem Unglückbrach brach in dieser Zeit eine große Hungersnot aus. Es ging ihm sehr schlecht.

Der Sohn hat alle Ressourcen verbraucht,
er ist damit ans Ende gelangt,
in die Einsamkeit.

Jesus benutzt dieses Gleichnis,
um uns die letzte Konsequenz des Mißtrauens
vor Augen zu malen.

Ein Leben ohne Gott führt unweigerlich in die Isolation!
Sünde wird letztlich immer beziehungslos machen!
Hier ist nicht nur die Beziehung zum Vater abgebrochen,
sondern auch die Beziehung zu allen anderen Menschen gestört!

Die Konsequenz der Sünde ist die Einsamkeit,
die Verborgenheit Gottes!

Bei uns Menschen heute äußert sich diese Einsamkeit
in vielen unterschiedlichen Dingen.
Wir können kaum einem anderen Menschen wirklich vertrauen.
Wir können uns - wenn überhaupt -
nur ein Stück weit öffnen.
Immer wieder werden wir dabei tief verletzt
und bauen neue Sicherheitsmauern auf,
wir schlagen zurück
und werden so an anderen schuldig!

Wir wollen in dieser 13. Station,
ganz bei den Konsequenzen stehenbleiben.
Sie sollen ganz klarwerden!
Der Vater in unserem Gleichnis ist nicht
einer unserer "weltlichen" Väter!
Es ist Gott selbst,
und hier wird die Geschichte von Mensch und Gott erzählt,
so wie sie sich immer wieder ereignet hat
und heute ereignet.

Wir würden zu kurz greifen,
gingen wir nun zu schnell zur Güte Gottes über!
Ja, der Vater in unserem Gleichnis wartet auf den Sohn.
Aber zunächst ist da nur Elend und Verfall!
Das ist ein Bild unserer Welt
in der Gott verborgen und fern erfahren wird.
Es ist ein Bild der Welt
wie sie unter dem Zorn Gottes lebt:
die Bibel nennt das "Verlorenheit".

Lassen Sie uns hier kurz innehalten,
und noch einmal den bisherigen Verlauf des Gleichnisses betrachten!

Wir fanden:

  • Mißtrauen - und den Schmerz Gottes
  • Maßlosigkeit - als den Zorn Gottes
  • Einsamkeit - in der Verborgenheit Gottes
Seminaraufgabe Station 13:
Können Sie etwas von den angesprochenen Sachverhalten in Ihrer Lebenswirklichkeit wiederfinden?
Im Anschluss an das X-Tours Onlineseminar besteht die Möglichkeit, das Bibelseminar des Evangeliumsnetzes zu besuchen. In einem Jahr quer durch die Bibel! Schauen Sie mal rein!

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