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Von Mauern des Mißtrauens
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Wir reisen durch das Land des Glaubens.
Lassen Sie uns einen Augenblick in diesem Bild bleiben!
Um uns Wiesen und Felder...
Sie kennen solche Landschaften!
Doch dann kommen wir auch in Gegenden,
da sind die Felder abgegrenzt,
da sind Wiesen durch kleine Mauern getrennt.
Der Mensch schützt sein Eigentum.
Sie kennen das aus Ihrer Nachbarschaft:
die Hecken und Gartenzäune,
die Mauern und Schutzwälle!
Jeder von uns hat erfahren,
daß auch in uns Menschen
solche Mauern existieren:
es gibt Mauern zwischen Menschen
ja zwischen ganzen Völkern!
Sie haben bei anderen solche Mauern erfahren,
und Sie haben sich selbst vor anderen
durch solche Mauern geschützt!
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Zu einer Begegnung öffnen
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Wo immer Menschen in Kontakt stehen,
machen wir uns verletzlich -
darüber haben wir im letzten Kapitel gesprochen.
Mauern sind oft unsere Reaktion auf solche Verletzungen!
So wie wir bei körperlichen Wunden
dicke Verbände anlegen,
so bauen wir innere Mauern auf,
wenn wir verletzt werden.
Jeder von uns kennt es,
daß Mauern aufgebaut werden!
Und jeder von uns kennt es auch,
daß Mauern zerbrechen,
daß Menschen sich öffnen!
Öffnung ist das Gegenteil vom Mauerbau!
Wenn wir uns anderen Menschen öffnen,
dann lassen wir Mauern fallen!
Um andere Menschen kennenzulernen,
um eine Beziehung zu bekommen,
ja um sie gern zu haben,
sie zu lieben,
muß ich zumindest einen Teil
meiner Mauern zerbrechen.
Ich muß Trennwände wegschieben,
und auf den anderen zugehen!
Liebe und Begegnung bedeutet immer auch,
Vertrauen zu wagen,
verletzlich zu sein,
Treue zu erfahren!
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Vom Mißtrauen gegenüber
Gott
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Auch zwischen uns Menschen und Gott
entstehen immer wieder Mauern.
Sie lassen unsere Beziehung zu Gott abreißen,
sie versperren uns den Weg zu Gott.
Diese Mauern tragen den Namen "Mißtrauen".
Wir glauben nicht,
daß Gott es gut mit uns meint.
Wir denken, Gott wolle uns Böses,
er wolle uns Schaden,
er wolle uns bestrafen,
er wolle uns Wichtiges vorenthalten!
Wir selbst errichten Mauern gegenüber Gott,
damit er uns nicht das wegnimmt,
was uns so wichtig ist,
damit wir in Ruhe
unseren Zielen folgen können.
Und die Mauern tragen den Namen "Schuld".
Wir tun Dinge,
die wir besser nicht getan hätten,
wir verletzen andere Menschen
und werden schuldig an ihnen.
Und wir unterlassen Dinge,
die doch so notwendig gewesen wären.
Wenn wir Hilfe nicht geben,
zu der wir doch fähig gewesen wären,
bleiben wir etwas schuldig.
Für diese Mauern
verwendet die Bibel das Wort "Sünde".
Sünde bezeichnet zuerst unser Mißtrauen gegenüber Gott.
Sünde bezeichnet weiter unser Handeln
in diesem Mißtrauen.
Das Wort "Sünde" ist mißbraucht
und zerrissen worden,
es wird täglich ganz anders,
in einem unbiblischen Sinn von vielen benutzt!
Aber es steht hundertfach in der Bibel
und es bedeutet dort zuerst,
daß der Mensch die Mauer des Mißtrauens
gegenüber Gott, dem Schöpfer,
aufgerichtet hat.
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Daneben geschossen bzw. vorbeigelaufen
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Sünde heißt wörtlich "Fehlschuß".
Es heißt: danebenschießen!
Der Sünder mißtraut Gott,
und verfehlt so das Ziel.
Der Sünder bricht eine Beziehung ab
und errichtet eine Mauer.
Das versteht die Bibel unter Sünde!
Sünde ist das Glaubenshindernis,
weil Sünde Mißtrauen bedeutet,
und weil Mißtrauen dem Vertrauen entgegensteht.
Sünde zerstört Beziehung!
Glauben bedeutet Vertrauen,
die Offenheit des Zuhörens,
Verstehen durch Zuwendung.
Glaube bedeutet auch
das Handeln im Vertrauen
eine herzliche Beziehung,
in der Mauern weggeräumt
und überwunden werden.
Es ist ein wichtiger Schritt
auf dem Weg zu und mit Gott,
die Mauern des Mißtrauens wahrzunehmen,
sie klar zu erkennen.
Es ist notwendig,
daß wir unser Mißtrauen
und unsere Schuld wahrnehmen,
daß wir völlig ehrlich mit uns sind!
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Seminaraufgabe Station 11:
Wo finden Sie in ihrem Leben Mißtrauen?
- gegenüber anderen Menschen
- gegenüber Gott? |
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