
Das X-Tours Seminar behandelt grundlegende Fragen des christlichen Glaubens in 26 Abschnitten. 
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10 Dinge,
die uns von Gott wegziehen können (Teil A)
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Unser christlicher Glaube
lebt nicht im freien Feld,
oder im substanzlosen Raum.
Wir sind mitten in diese Welt gestellt -
und es gehört zu dieser Welt,
daß der Glaube angefochten wird,
daß wir von Gott weggezogen werden.
Wir möchten im folgenden 10 Dinge besprechen,
die sich zwischen uns und Gott stellen können.
Das werden ganz unterschiedliche Dinge sein,
die unseren Glauben anfechten.
Es kann hilfreich sein, solche unterschiedlichen Anfechtungen
in all ihren offenen und verborgenen Formen zu kennen.
Meist ist daß Problem einer Anfechtung nicht,
daß wir nicht grundsätzlich die Möglichkeit hätten,
ihr zu widerstehen. Das Problem ist es,
daß wir Anfechtungen nicht als solche erkennen.
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Erste Anfechtung: Drängende Sorgen und
Probleme.
Ich habe den Eindruck, ich sehe Gott nicht oder nicht mehr. Ich bekomme von
Gott immer weniger mit. Es sind da so viele täglich drängende
Probleme in Arbeit und Familie. Darüber vergesse ich Gott - und merke gar
nicht, daß ich im Grunde in immer mehr und schließlich allen
Bereichen meines Lebens ohne Gott lebe.
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Die Bibel bezeichnet diese erste Anfechtung als ein "Absterben".
Unsere Beziehung zu Gott schläft zuerst ein und stirbt dann ganz ab.
Wir sollten diese Gefahr nicht unterschätzen!
Wenn wir eine ehrliche Analyse wagen, müssen wir feststellen:
viele hat es erwischt!
Den Glauben haben sie verloren,
einen gereiften Glauben konnten Sie nicht entwickeln!
So ist und bleibt ihr Glaube tot,
kein Vertrauen ist ihnen möglich,
tragisch, unverständlich, aufwühlend,
den drängenden Sorgen
und den Wichtigkeiten des Lebens erlegen!
Jesus selbst betont immer und immer wieder
wie ernst es ist mit dem Problem der Sorgen
und mit dem Vergessen ist.
Im Gleichnis vom Weinstock und den Reben
zeigt Jesus in drastischer Weise die Konsequenzen auf,
wenn man in dieser schleichenden Weise
die Beziehung zu Gott verliert.
Hier ist Schuld vorhanden,
die Schuld, nicht gefleht zu haben,
die Schuld, Ihn nicht gesucht zu haben,
die Schuld, Ihn vergessen zu haben,
der sehnsüchtig auf unsere Liebe wartet,
die Quelle des Lebens.
"Wer nicht in mir bleibt,
der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorrt.
und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer,
und sie müssen brennen."
So ermahnt Jesus seine Jünger,
bei Gott zu bleiben und dort an der Quelle
das eigene geistliche Leben lebendig zu erhalten.
Laßt eure Lichter brennen!
heißt es, und immer wieder werden wir ermahnt,
uns nicht von den täglichen Sorgen beherrschen
und auf den Weg des Vergessens leiten zu lassen.
"Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit!"
Angesichts der Größe
Gottes darf uns unser Alltag nicht überwältigen!
Gott kann und wird für uns sorgen,
auch wenn er nicht alles Leid von uns nimmt,
und nicht jeden unserer Wünsche oder Sehnsüchte
erfüllt.
Heute wollen wir neu auf Ihn
zugehen!
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Zweite Anfechtung: Das Leid in der Welt.
Warum greift Gott nicht ein? Warum müssen nur soviele Kriege sein, soviel
Auseinandersetzungen? Warum verletzen Menchen sich gegenseitig? Warum gibt es
Naturkatastrophen, Krankheiten, den Tod...?
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Die Frage nach dem Leid in der Welt
ist immer wieder ein wichtiger Diskussionspunkt
in der Auseinandersetzung zwischen Christen und Nichtchristen
und spielt eine wichtige Rolle bei Zweifeln und Fragen nach Gott.
Die Frage nach dem Leid berührt unmittelbar den Nerv
unseres Bildes von Gott.
Wie stellen wir uns Gott vor?
Wie haben wir Gott kennengelernt?
Können wir das, was wir über Gott denken
mit den Realitäten zusammenbringen?
Gott nimmt das Leid nicht fort aus dieser Welt!
Stattdessen gilt:
Das Leid ist einer der Wege Gottes,
uns auf unsere Situation hin zu weisen:
eine Welt, die ohne Gott ihren Weg sucht.
Die Bibel nennt das Leid ein Zeichen des Zornes Gottes -
ein Ausdruck seines Gerichtes:
er ist uns fern und wir sind uns selbst überlassen.
Gericht Gottes ist die Liebe,
die die Freiheit über das Leid stellt.
Die Freiheit, zu mißtrauen,
die Freiheit, zu morden,
die Freiheit, Böses zu tun.
Doch Gott ist nicht bei seinem Gericht
in der unüberbrückbaren Ferne von uns Menschen geblieben.
Er ist uns in Jesus Christus ganz nahegekommen.
Ganz anders als erwartet geht Gott mit der Welt um:
die tiefliegenden Probleme werden zuerst gelöst,
es geht an die Wurzel des Leides:
die Vertrauensschuld des Menschen
wird durch Jesus berührt und bezahlt.
Jesus hat durch Wunder und Heilungen vorweggenommen,
wie Gott alles Leid besiegen wird,
wenn seine neue Welt wächst und entsteht.
Die Antwort auf die Frage nach dem Leid
liegt für uns heute in der Vergangenheit,
im historischen Leben, Sterben und der Auferstehung Jesu Christi,
sie liegt in der Gegenwart,
in unserem Leben in der Gemeinschaft mit Jesus Christus,
und in der Zukunft, in Gottes neuer Welt,
die Gott für uns vorgesehen hat.
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Dritte Anfechtung: Persönlicher Mangel und
Schmerz.
Herr, mein Gott, warum hilfst du mir nicht? Hilf mir aus meiner Situation, aus
meinem Mangel und Schmerz! Herr, warum hast du das zugelassen? Warum zeigst du
dich mir nicht, warum greifst du nicht ein? Glaube ich nicht an dich? Was habe
ich getan?
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Das Leid kann uns persönlich treffen
und es kann in dieser unmittelbaren Dimension
zur heftigen Anfechtung für unseren Glauben werden.
Es gibt Situationen im Leben eines jeden Menschen,
wo uns ein tiefes Leid triff,
und in denen wir heftigen Mangel leiden.
Es kann sein, daß uns Liebe oder Zuwendung fehlt,
vielleicht ein Lebenspartner,
nach dem wir uns so sehr sehnen.
Oder unsere Ehe ist zerrüttet -
es gibt kaum einen Weg zueinander,
das Leben wird zur beständigen Qual.
Manche von uns trifft Kranktheit,
ein Krebsleiden, ein Unfall,
Schmerzen und Behinderungen,
Demütigungen oder Schläge,
die unseren Körper und Geist treffen.
Auch Arbeitslosigkeit oder Überarbeitung
kann ein solches Leiden sein,
aus dem wir uns nicht befreien können,
scheinbar oder offensichtlich verdammt,
zu leiden.
Wir können und sollen uns im Leid an Gott wenden.
Wir sollen bitten und flehen,
denn Gott hat die Macht, uns zu helfen.
Oft ist Gottes Hilfe nahe,
ehe wir damit gerechnet haben
- Gott hilft gerne!
Als Christen machen wir manchmal aber auch die Erfahrung,
daß Gottes Hilfe auszubleiben scheint.
Das Leid bleibt bestehen - manchmal über Jahre hinweg,
ja manchmal bis zum schmerzhaften Tod.
Gott ist keine Maschine, die auf unsere Bitten
mit einer garantierten Erhörung antwortet.
Manchmal mutet uns Gott das Leid zu -
ohne einen Ausweg zu zeigen,
ohne die Garantie, daß sich alles wieder einrenkt,
so daß uns nur die Hoffnung und das Vertrauen bleibt:
der in Jesus Christus für uns am Kreuz starb,
als wir noch seine Feinde waren,
wird uns auch durch unseren Tod hindurch treu bleiben
und wir werden mit ihm in seiner Welt leben!
Gottes Antwort auf das persönlich Leid
ist das Kreuz und die Auferstehung Jesu Christi.
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Vierte Anfechtung: Schwierigkeiten zu vergeben.
Wie könnte ich ihm vergeben? Er hat mich betrogen, geschlagen, verachtet!
Ich möchte ihm eine reinschlagen! Er soll es büßen, er soll
bestraft werden, ich möchte mich am liebsten an ihm rächen. Nein, das
kann ich ihm nicht vergeben.
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Immer wieder wird uns Unrecht getan.
Wir werden als Menschen verletzt,
wir werden übersehen, nicht wertgeschätzt,
werden verbal oder körperlich geschlagen,
man tut uns Gewalt an und zerbricht uns.
Für viele von uns ist das Unrecht eine Alltäglichkeit,
in der Familie, in der Schule, am Arbeitsplatz,
im Verein, in der Clique, mit Freunden ...
Wir können auf Unrecht mit Flucht oder Kampf reagieren,
und wir können es erdulden, es aushalten.
Aber all diese unterschiedlichen Möglichkeiten
treffen noch nicht das, was Jesus zum Umgang
mit dem Unrecht getan und gesagt hat.
Unser Haß und unsere Rache
oder auch die Flucht in die Beziehungslosigkeit
können uns zur Versuchung werden -
sie können uns von Gott wegführen.
Gottes Umgang mit dem Unrecht war anders,
als unsere menschlichen Reaktionen es uns andeuten.
In der Gemeinschaft mit Jesus Christus
ist kein Platz für die Unversönlichkeit!
Wenn jemand dir auf die linke Wange schlägt,
hat Jesus in seiner "Bergpredigt" gesagt,
dann halte ihm auch die rechte Wange hin.
Und wenn jemand dir Feind ist, dir Unrecht tut,
dann sollst du ihn lieben aus ganzem Herzen!
Denn in dieser Liebe wirst du Gott gleich,
so zeigst du dich als ein Kind Gottes,
der seinen Segen gibt an Gute und Böse Menschen.
Die Forderungen Jesu scheinen manchmal unzumutbar,
sie scheinen so wenig der Welt zu entsprechen!
Und sie sind ja auch etwas, das über diese Welt hinausgeht,
sie erzählen von Gottes wunderbarem Wesen,
von seiner Liebe, Freundlichkeit und Geduld.
Jesus ist uns diesen Weg vorangegangen,
er hat dem Übel nicht widerstanden,
sondern ist auch für seine Verfolger ans Kreuz gegangen,
und hat für seine Henker gebeten.
Wenn wir ein Teil der Gemeinschaft Gottes werden,
wird uns dieses Wesen Gottes erfassen.
Wir werden Jesus Christus ähnlicher werden,
wir werden Vergebung lernen und vergeben können.
Wir werden über uns selbst hinauswachsen,
auf berechtigte Forderungen verzichten können
und denen mit Freundlichkeit begegnen,
die an uns und anderen schuldig geworden sind.
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Fünfte Anfechtung: Verzweiflung an mir
selbst.
Ich schaffe es einfach nicht, so zu leben, wie Gott es will. Ich kann einfach
nicht mehr. Ich hasse mich selbst. Gott, ich bin deiner nicht wert - laß
mich gehen! Ich werde nie soweit kommen, daß Gott mich damit annehmen
kann.
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Es gibt Versuchungen und Anfechtungen,
die nur hingegebene Nachfolger Jesu treffen können.
Die hier angesprochene Verzweiflung
ist eine solche Anfechtung.
Haben Sie einmal begonnen, nach Gottes Geboten zu leben?
Dann werden Sie die Schwierigkeiten kennengelernt haben,
die mit diesen Geboten verknüpft sind!
Ehrlich zu sein, lauter in allen Dingen,
niemandem Unrecht zu tun,
sondern in Freundlichkeit und Liebe
anderen Menschen zu begegnen ...
wie weit sind Sie mit solchen Vorsätzen gekommen?
Kann das ein Mensch fertigbringen?
Ihre Lebensschwerpunkte am Reich Gottes auszurichten,
auf Jesus Christus hin zu leben,
sich in allem von seiner Liebe leiten zu lassen,
Dankbar zu sein,
seine Reichtümer zu sehen,
mit denen er uns täglich überhäuft,
und voller Hoffnung zu leben,
wie weit haben Sie es damit gebracht?
Kann das ein Mensch fertigbringen?
Auch ist es schwierig, anderen Menschen gerecht zu werden.
So unterschiedlich sind unsere Begabungen und Schwerpunkte,
so verschieden unsere persönlichen Prägungen.
Das Zusammenleben verschiedener Menschen
braucht viel Mühe und Verständnis,
es braucht das immer neue Gespräch,
und die immer neue Kraft der Vergebung und der Liebe.
Haben Sie etwas von Gott mitbekommen und Gott kennengelernt?
Haben Sie seine Geduld und Liebe erfahren?
Sind Sie sich selbst dabei näher gekommen,
haben Sie ihr eigenes Herz erkannt,
bei der Begegnung mit Gott, dem ganz Anderen?
Es ist zum Verzweifeln, wenn ich mich selbst wahrhaft ehrlich erkenne.
Ich sehe meine Schlechtigkeit, meine Untreue,
meine Lügen und Verdrehungen,
meine Lüsternheit und Unlauterkeit
und vieles mehr.
Ich sehe, daß ich im Angesicht Gottes
mit meinem weltlichen Sein kein Lebensrecht habe,
ich muß vergehen, muß vernichtet und verlassen werden,
denn vor dem Heiligen kann niemand bestehen.
Diese Erkenntnis kann zur Anfechtung werden,
wenn mein Glaube dabei Schaden nimmt -
wenn das Vertrauen gestört wird in den Heiligen Gott,
der einen Weg für mich findet!
Sie sind hier nahe an dem Wunder,
das Gott durch Christus vollbracht hat.
Er hat am Kreuz das Alte vernichtet und Neues geschaffen -
eine neue Natur für sündige Menschen.
Er hat am Kreuz die Gemeinschaft mit dem heiligen Gott geöffnet,
hat uns das Familienrecht erkauft,
er hat die Tür zu Gott freigeschaufelt
und hat uns im Glauben hindurchgeführt.
Die vor dem Heiligen nicht bestehen konnten,
sind nun angenommen im Glauben an Jesus Christus.
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Seminaraufgabe Station 23:
Gibt es Anfechtungen, unter denen Sie gerade in besonderem Maße
stehen? |
| Im Anschluss an das X-Tours Onlineseminar besteht die Möglichkeit, das
Bibelseminar des
Evangeliumsnetzes zu besuchen. In einem Jahr quer durch die Bibel! Schauen
Sie mal rein!
Ihre Mitarbeiter vom Evangeliumsnetz
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