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Weltmission


Was Weltmission ist und wieso sie auch heute wichtig ist, besprechen wir in diesem Bereich des Evangeliumsnetzes. Dieser Bereich wurde von Dr. Andreas Bartels, Campus für Christus, gestaltet.


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Iran







Allgemeine Informationen

Größe: 1648000 km2
Kontinent: Asien
Einwohnerzahl: 64,5,25 Mio.
Einwohnerdichte: 39,1 pro km2
Landessprache: Persisch (Farsi)
Hauptstadt: Teheran
Währung: Rial,
 

Politisches System: Islam. Republik; Verfassung von 1979 (geändert 1989) basiert auf der Ethik des Islams schiitischer Richtung. Staatsoberhaupt: ein vom Volk auf 4 Jahre gewählter Präsident mit exekutiven Vollmachten; er ernennt die Minister; seine Machtbefugnisse sind eingeschränkt durch eine religiöse höchste Instanz, den "Führer der Nation" (seit 1989 Hadjatoleslam A. Khamenei). Legislative: Einkammerparlament (Nationalversammlung; 270 vom Volk auf 4 Jahre gewählte Abg.), Gesetze und Verordnungen bedürfen der Zustimmung eines "Rates der Wächter des Islams" (6 vom "Führer der Nation" ernannte islamische Rechtsgelehrte und 6 vom Parlament gewählte Juristen) Streitkräfte: rd. 604 500 Mann.

Wirtschaft, Verkehr: Die Landwirtschaft, von der rd. 70 % der Bevölkerung leben, erbringt 20 % des Bruttoinlandsproduktes. Angebaut werden Weizen, Gerste, Reis (im südkasp. Küstentiefland), Tabak (Staatsmonopol), Zitrusfrüchte, Baumwolle und Tee. Bedeutend ist der Störfang (Kaviargewinnung) im Kaspischen Meer. Das Rückgrat der iranischen Wirtschaft sind Erdöl und Erdgas. Die Einnahmen aus diesem Bereich trugen 1978 den Staatshaushalt zu 70 %. Iran rutschte vom 4. Platz (1977) der Welterdölförderung auf den 14. Platz (1980) ab. Weitere bedeutende Bodenschätze sind Eisen- und Kupfererz sowie Steinkohle. Zentren der Eisen- und Stahl-Industrie sind Ahwas und Isfahan. Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist die Textilindustrie. Das Eisenbahnnetz ist 4 567 km, das Straßennetz 138 592 km lang, davon 12 % asphaltiert. Die wichtigsten Häfen sind Chorramschahr, Bandar Chomaini und Bandar Abbas. Internat. Flugplatz bei Teheran.

Völker: Neben den Persern, die 75,6 % der Bevölkerung ausmachen, gibt es über 65 ethnischen Gruppen, von denen viele kleine Nomadische Völker sind.

  • Indoiraner: 75,6% davon ca.

  • - 25,3 Mio. Perser ( sprechen Farsi),
    - 4,6 Mio. Kurden,
    - 4,3 Mio. Luren- Bachtiaren,
    - 3,3 Mio. Mazanderaner,
    - 3,3 Mio. Gilaki,
    - 1,6 Mio. Dari-Perser,
    - 1,2 Mio. Baluchen,
    - 0,6 Mio. Taten,
    - 0,1 Mio. Pathanen
    - 0,1 Mio. Talychen.
  • Turkvölker: 18,8% davon ca.

  • - 8,1 Mio. Aserbaidschaner,
    - 0,9 Mio. Turkomanen,
    - 0,8 Mio. Hazara,
    - 0,2 Mio. Teymuren,
    - 0,1 Mio. Schahseven
  • Araber: 2,2% vorwiegend im Südwesten
  • Christliche Minderheiten: 0,4% davon ca.

  • - 170 Tsd Armenier,
    - 40 Tsd Assyrer,
    - 10 Tsd Georgier,
  • Andere: 3%

  • - 1,2 Mio. Zigeuner, (Nawar und Ghorbati)
    - 150 Tsd Brahui,
    - 68 Tsd Juden
  • Flüchtlinge: Stand 1993

  • - 1,5 Mio. Afghanen
    - 120 Tsd Irakische Kurden.
Analphabeten: 48%; Amtssprache: Farsi; Sprachen insgesamt: 50;
Bibelübersetzungen: 4 Bi/1 NT/8BT

Landesnatur: I. ist im wesentl. ein Hochland zw. Kasp. Meer und dem Pers. Golf. Im N wird es vom Koppe Dagh und dem Elbursgebirge (Demawend 5 671 m), im W und SW vom Sagros- und Kuhrudgebirge begrenzt. Im weitläufigen Gebirgsland des NW liegt der Urmiasee, der größte See des Landes. Nur südl. des Kasp. Meeres und am inneren Ende des Pers. Golfes treten Küstentiefländer auf. Das Hochland ist im Zentrum und im O weitgehend Wüste (Dascht e Kawir, Lut). I. hat kontinentales Klima und liegt im Übergangsbereich vom Trockengürtel der Passatzone zum zentralasiat. Wüstengürtel. Es dominieren Wüsten und Halbwüsten. Im W und NW tritt Trockenwald auf.

Geschichte: Beginn der modernen Entwicklung Persiens , seit 1934 I. gen., unter Schah Resa Pahlawi (Regierungsjahre 1925-41); gleichzeitig beschleunigter Prozeß der Enteignung der Kleinbauern. Nach dem Versuch einer Annäherung an das nat.-soz. Deutschland 1941 Verbannung des Schahs durch die Alliierten zugunsten seines Sohnes Schah Mohammad Resa Pahlawi. Zunehmender Einfluß der USA. Der wegen der Erdölfrage 1950 unternommene Versuch von Min.-Präs. Mossadegh, das Land von der wirtschaftl. Vorherrschaft Großbrit. zu lösen, scheiterte 1953. Erdölabkommen von 1954: theoret. Nationalisierung der Erdöl-Ind., aber Kontrollfunktion von Gesellschaften der USA, Frankreichs und der Niederlande. Wirtschaftl. und soziale Reformen ("Weiße Revolution") aufgrund anhaltender Streiks in der Erdöl-Ind. (1956-61). 1955 Beitritt zum Bagdadpakt. Intensivierung der Polit. und wirtschaftl. Beziehungen zur BR Deutschland (1974 und 1976 Abkommen zur Beteiligung am Krupp-Konzern), zu Großbrit. und den USA (1959 Verteidigungsabkommen). Daneben Bemühen um ein gutes Verhältnis zur UdSSR und anderen kommunist. Staaten. Versäumnisse bei der Durchführung der "Weißen Revolution", die sozialen Folgen überstürzter Industrialisierung, Angst vor westl. Überfremdung des Landes, Widerstand der schiit. Geistlichkeit gegen die Modernisierung, die brutalen Methoden der Geheimpolizei SAVAK führten zum Scheitern des Schahregimes. Nach einem Generalstreik und der revolutionären, von Ajatollah R. Khomeini von Paris aus geführten Bewegung zw. Aug. 1978 und Jan. 1979 war Schah Resa Pahlawi zum Verlassen des Landes gezwungen (16. 1. 1979). Im Febr. 1979 kehrte Khomeini aus dem Pariser Exil zurück. Am 30. 3. 1979 Annahme der von Khomeini verkündeten "Islam. Republik" durch Volksabstimmung. Am 2./3. 12. 1979 Entscheidung einer Volksabstimmung für die neue Verfassung. Fakt. Nationalisierung der Erdölindustrie. Die latente Bürgerkriegssituation in I. kennzeichneten zahlreiche Anschläge auch gegen hohe Repräsentanten des Staates (u. a. Staatspräs. Radschai und Min.-Präs. Bahonar), Verhaftungen und Hinrichtungen. Als Folge der angespannten Wirtschaftslage, v. a. verschärft durch den Krieg mit Irak, wurde im Jan. 1983 das staatl. Außenhandelsmonopol aufgegeben.

Nachdem I. mehrere Niederlagen im Golfkrieg hatte hinnehmen müssen, ernannte Ajatollah Khomeini den Parlamentspräs. Rafsandschani zum neuen Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Ende Juli 1988 konnte I. unter Vermittlung des UN-Generalsekretärs Perez de Cuellar eine Waffenruhe mit Irak vereinbaren. Die beiden Kriegsgegner stimmten auch der Stationierung einer UN-Friedenstruppe am Golf zu. Die seit Ende Aug. 1988 laufenden Gespräche blieben bis 1990 ohne Ergebnis, da keiner der beiden Staaten von seiner Maximalforderung in der Grenzfrage am Schatt Al Arab abgehen wollte. Erst als Folge der Besetzung Kuwaits durch Irak kam es im Sept. 1990 zu einem Gefangenenaustausch und der irak. Anerkennung der Grenze zu I. in der Mitte des Schatt Al Arab. Mit den USA kam es zu Differenzen, nachdem bekannt geworden war, daß es Geheimverhandlungen zw. dem Sicherheitsberater im Weißen Haus und Parlamentspräs. Rafsandschani und in deren Folge auch Waffenlieferungen der USA an I. gegeben hatte (Iran-Contra-Affäre). Nach dem Tod von Ajatollah Khomaini (Juni 1989) wurde Staatspräs. Khamenei zum Nachfolger gewählt; neuer Staatspräs. wurde Parlamentspräs. Rafsandschani.

Religion: Der schiitische Islam ist Staatsreligion. Allen abweichenden Formen des Islam wie auch den nicht muslimischen Minderheiten der Christen, Zoroastrier und Juden, werden die Grundfreiheiten, die die Verfassung garantiert, verweigert. Sie werden unterdrückt und manchmal schwer verfolgt. Der Iran gilt als das Zentrum, von dem aus der fundamentalistische und schiitische Islam in den ganzen Nahen und Mittleren Osten exportiert wird.

Islam: 98%

Schiiten: 91%

Sunniten: 8%; Kurden, Baluchen, Turkomanen.

Baha´i: 0,8%; 300Tsd Anhänger einer Weltreligion, die 1844 in Persien entstand; als islamische Sekte schwer verfolgt.

Parsen (Zoroastrier) 0,04% 21Tsd Anhänger der antiken Religion Persiens vor der islamischen Zeit.

Juden: 0,1% Farsisprachige Juden, von denen viele Nachkommen der Juden sind, die zur Zeit Daniels in das persische Exil auswandern mußten.

Christen: 0,4% Anhänger 0,38%; Wachstum -1,3% Stand 1993
Kirche Gemeinden Mitglieder Anhänger Wachstum
Protestantische 49 8.500 15.600 7,5%
Evangelikale   8.000 14.400  
Pfingstk/charism.   3.000 6.500  
Röm-Katholisch 25 7.100 13.000 -0,6%
Orthodoxe 109 121.460 183.550 -1,9%
Seit der Revolution haben etliche iranische Muslime ein deutliche Interesse am Christentum gezeigt. Über die bittere Enttäuschung über den Islam schweigen die Menschen zwar, aber sie ist dennoch weit verbreitet. 1979 wußte man von 200 bis 300 Gläubigen aus muslimischen Hintergrund. Heute sind 10.000 Gläubige im Iran und noch einmal so viel unter Flüchtlingen im Ausland. Vielleicht sind sie die Erstlingsfrüchte einer überreichen Ernte unter den Iranern. Noch viel mehr Iraner glauben im verborgenen und sind mit ihrem Glauben nur nicht öffentlich hervorgetreten.

Über 90% der Christen im Iran gehören zu traditionell christlichen Armeniern oder Assyrern, die isolierte kulturelle Inseln im Meer des Islam bilden. Sie sind zwar toleriert worden, aber Angst, Unsicherheit, willkürliche Verhaftungen,Verhöre, der Zwang zu islamischer Kleidung für Frauen und die islamische religiöse Unterweisung für Kinder haben dazu beigetragen, daß ein großer Anteil dieser Christen ausgewandert ist. Das Wirken des Heiligen Geistes in diesen Kirchen ist ein großes Anliegen.

Die protestantischen Gemeinden waren im allgemeinen klein, mit ihren eigenen Problemen beschäftigt und kämpften vor der Revolution um ihr Überleben. Die dramatischen Veränderungen innerhalb des Landes haben diese Gemeinden mobilisiert und zu mehr Engagement, zu vermehrtem Gottesdienstbesuch und zum Abbau der Schranken zwischen den Denominationen der Anglikaner, Presbyterianer und Pfingstler geführt. Einige der Gemeinden geben nun eifrig Zeugnis und verteilen Literatur. Von den 12 Pastoren der Pfingstkirchen sind 10 ins Gefängnis gekommen; ein Pastor wurde hingerichtet. dennoch hat der Herr ungeachtet der Verfolgung und des ständigen Verlustes durch Auswanderung, viele Gläubige zu diesen Gemeinden hinzugetan. Zum ersten mal übersteigt die Zahl der persischen Evangelikalen die Zahl der Christen aus den christlichen Minderheiten. Diese Gläubigen brauchen Gebet, damit sie standhaft im Glauben sind und in der Gnade wachsen.

Vor 1988 gab es nicht viel Verfolgung der evangelikalen Christen, aber seit der Beendigung des Krieges mit dem Irak hat der Druck ständig zugenommen. Spione werden in christliche Gruppen eingeschleust, Konferenzen werden verboten, einige Gemeindegebäude sind geschlossen, und jegliches freies Zeugnisgeben ist als ungesetzlich erklärt worden. Die Verfolgung ist insbesondere für die Christen schlimm geworden, die von einem nichtchristliche Hintergrund kommen. Die Episkopalkirche mit einer Mehrheit ehemaliger Muslime hat ganz besonders hart gelitten. Auch die Gläubigen brauchen Gebet, die in andere Länder geflohen sind.

Etwa 3 Mio Iraner leben außerhalb des Iran in Ländern, in denen sie evangelisiert werden können, und zwar hauptsächlich in den USA, Westeuropa und den Golfstaaten. Die meisten sind Flüchtlinge, einige sind Studenten. In etlichen Ländern bilden sich kleine Gruppen von Christen, wenn sich die desillusionierten Iraner (die meisten aus muslimischem Hintergrund) zum Herrn wenden. Von der eine Million Iraner in den USA sind etwa 3.000 gläubig geworden. Iranian Christans International in Nordamerika und Iranian Christian Fellowship in GB (darunter das Iranian Bible Training und Resource Centre) sind wichtige Sammelpunkte für die Missionarisierung der Iraner, die Versorgung mit Literatur, die Programmgestaltung der Radiosendungen für den Iran und die Ausbildung der Iranischen Mitarbeiter geworden. Die Iranische Diaspora braucht für ihre Evangelisationsarbeit Gebet, damit sie die Kirche im Iran stärken und die ganze Nation evangelisieren kann. In Deutschland arbeiten WEC und die meisten Mitglieder der AFA unter den Persern.

Siehe auch Iraner in Deutschland

Quellen:
Allgem. Informationen Hauptsächlich: www.sedan.de,
Geistl. Informationen: Gebet für die Welt, Patrik Johnstone, Hänsler Verlag.
 

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