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Das Bibelseminar wurde im Evangeliumsnetz im Laufe mehrerer Jahre aktiver Auseinandersetzung mit Besuchern und Teilnehmern der Foren entwickelt.

 

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Bin ich gerecht? Warnungen! - Matthäus 23

Matthäus 23 enthält harte und weitreichende Worte Jesu: Weh euch ...! ruft er viele Male. Und er benennt Verhaltensweisen, die sich katastrophal auf unser Verhältnis zu Gott auswirken. Er nennt zerstörerische Verhaltensweisen, die einen Menschen und andere Menschen von Gott trennen und fernhalten. Bitte lesen Sie einmal Matthäus 23 und fragen Sie sich, ob das ein oder andere nicht auch auf Ihr Verhalten zutreffen könnte!

Vielleicht fühlen Sie sich schuldig. Dann gibt es zwei Dinge zu sagen: 1. Kehren Sie um und ändern Sie Ihr Verhalten. 2. Bekennen Sie ihre Schuld vor Gott - und Sie dürfen darauf vertrauen, daß Gott Ihre Schuld vergibt!

Vielleicht fühlen Sie sich aber auch nicht schuldig. Vielleicht tun Sie sogar viel für die christlichen Helden, verehren Sie und denken, daß Sie selbst in der Tradition der guten Menschen leben. Dazu sagt Jesus: ''Weh euch ..., die ihr den Propheten Grabmäler baut und die Gräber der Gerechten schmückt, und sprecht: Hätten wir zu Zeiten unserer Väter gelebt, so wären wir nicht mit ihnen schuldig geworden am Blut der Propheten! Damit bezeugt ihr euch selbst, daß ihr Kinder derer seid, die die Propheten getötet haben. Wohlan, macht das Maß eurer Väter voll!''

Wir wollen uns um das Verständnis dieser Worte bemühen. Warum trennt es mich von Gott, wenn ich mich als guten Menschen sehe?

Es trennt mich nicht von Gott, wenn ich mich als guten Menschen sehe, sondern es zeigt nur, wie sehr ich von Gott getrennt bin. Das liegt daran, daß kein Mensch im Angesicht der Heiligkeit und Liebe Gottes bestehen kann - jeder ist völlig verdorben. Im Angesicht Gottes entdecke ich diese Verlorenheit und Verdorbenheit - und erst damit beginnt meine Heilung. Im Angesicht Gottes sehe ich, daß ich auch wie die anderen Menschen gehandelt hätte ... mit der gleichen Gleichgültigkeit, Blindheit und Bosheit!

Es gehört zu den Paradoxien des christlichen Denkens, daß ich Gerechtigkeit erst erlange, wenn ich meine Ungerechtigkeit entdecke und bekenne. Darin liegt eine tiefe und fast unauschöpfliche Wahrheit.


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2004-08-13

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