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Das Bibelseminar wurde im Evangeliumsnetz im Laufe mehrerer Jahre aktiver Auseinandersetzung mit Besuchern und Teilnehmern der Foren entwickelt.
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Nächste Seite: Das Buch des Jesaja Aufwärts: Da werden die Wölfe Vorherige Seite: Für Eilige: Gerechtigkeit und Inhalt Blicke hinein in Gottes FriedenWir möchten gemeinsam mit dem Propheten Jesaja hineinblicken in Gottes Frieden. Aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten die Zeilen von Jesaja 9 bis 11 den Frieden Gottes. Im folgenden werden Ausschnitte der Texte zusammen mit einführenden oder erklärenden Worten zusammengestellt. Jesaja 9, 1-6: ''Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell. Du weckst lauten Jubel, du machst groß die Freude. Vor dir wird man sich freuen, wie man sich freut in der Ernte, wie man fröhlich ist, wenn man Beute austeilt. Denn du hast ihr drückendes Joch, die Jochstange auf ihrer Schulter und den Stecken ihres Treibers zerbrochen wie am Tage Midians. Denn jeder Stifel, der mit Gedröhn dahergeht, und jeder Mantel, durch Blut geschleift, wird verbrannt und vom Feuer verzehrt. Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst; auf daß seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Thron Davids und in seinem Königreich, daß er's stärke und stütze durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Solches wird tun der Eifer des Herrn Zebaoth.'' Wer ist das Volk, das im Finstern wandelt? Wer ist es, der im Dunkeln lebt? Was ist das für eine Finsternis? Gott redet hier durch Jesaja. Und die in dem Abschnitt angesprochene Finsternis hat mehrere Bedeutungen, die man aus dem Zusammenhang und den weiteren Ausführungen dieser Kapitel entnehmen kann: - Es ist die Finsternis der Verhaltensweisen Israels, ihre Ungerechtigkeit, Treulosigkeit, Bosheit, Gottlosigkeit. - Es sind ihre bedrückenden Lebensumstände, die durch Fremdherrschaft und Armut geprägt sind. - Es ist ihre Gottesferne und Verlorenheit, die ihr ganzes Leben, Denken, Fühlen, Reden und Handeln prägt. Wer ist nun dieses Volk, von dem hier gesprochen wird. Es ist zuerst das Volk Israel, dem Jesaja angehört und das mit Gott eine jahrtausendelange Geschichte hat. Es ist aber darüber hinaus jedes Volk dieser Erde, es ist jeder Mensch, der hier angesprochen wird. Das Volk, das im Finstern lebt, sieht ein großes Licht. Seit 2000 Jahren haben Christen dieses Licht in Jesus Christus gefunden. Vor ihm wird alles hell und erkennbar. In seiner Gegenwart wird Ungerechtigkeit offenkundig, aber auch Gottes liebende Gegenwart zur befreienden Realität. Es wird hier vom Jubel gesprochen und von der Befreiung. Und wie so oft in der Bibel hat dies sowohl ganz konkrete als auch weitreichende und zunächst unfaßbare Auswirkungen. Und es wird von einem Kind gesprochen, das die Herrschaft auf seiner Schulter trägt. Christen haben später in diesem Kind das Jesus-Kind wiedergefunden - den als schutzlosen Säugling zum Menschen gewordenen Sohn Gottes, Jesus Christus. Die Zeilen deuten auf den hin, der durch seine Schutzlosigkeit zum Retter wird, der ans Kreuz geschlagen wird und leiden muß, und dem alle Macht gegeben wird im Himmel und auf Erden. Der Eifer des Herrn Zebaot, der Eifer des einzigen und wahren Gottes, wird diesen für uns Menschen so merkwürdigen und tiefsinnigen Weg Jesu Christi gehen, um sein Gericht umzusetzen und um sich mit den Menschen zu versöhnen.
Zum Frieden Gottes gehört untrennbar und unverzichtbar die Gerechtigkeit. Ohne Gerechtigkeit geht es nicht! Immer und immer wieder hämmern uns die Propheten des alten Testaments und die Schreiber des neuen diese elementare Wahrheit Gottes ein. ''Was wollt ihr tun am Tage des Gerichts?'' fragt Jesaja im Namen Gottes. ''Was wollt ihr tun?'' Und auch hier spricht Gott uns Menschen Trost zu und schafft selbst Gerechtigkeit: die Gerechtigkeit des Sohnes Gottes Jesus Christus. Diese tiefgreifende Gerechtigkeit Jesu ist jedem Menschen durch den Glauben zugänglich und führt mitten hinein in den Frieden Gottes. ''Wer an ihn glaubt, ist gerecht'', schreibt der Apostel Paulus, ''und wer ihn bekennt, wird gerettet.''
Das Reis aus dem Stamme Isais ist von allen Christen aller Zeiten mit Jesus identifiziert worden. Jesus, der Jude - der Nachkomme Abrahams, Isaaks und Jakobs. Diesem Jesus ist der Geist Gottes abzuspüren durch alle Überlieferungen und Verzerrungen bis heute - bis ins 21. Jahrhundert. Wer die Worte Jesu hört und versteht, muß mit einem unausprechlichen Erstaunen auf die Weisheit und Stärke dieser Worte reagieren und sich in Furcht und Anbetung vor diesem Menschen beugen. Jesu Urteil ist um nichts weniger bemerkenswert. In vielen Streitgeprächen überliefert stellt er sich auf die Seite derer, die nichts haben und nichts ihr eigen nennen. Gerade diejenigen, die ihre Unfähigkeit erkennen, finden Gnade vor Gottes Augen. Gerade die sich als die Ungerechten erkennen, können Eingang finden in die einzig tragende Gerechtigkeit: durch das Vertrauen auf Jesus Christus und seinen stellvertretenden Tod am Kreuz. Das Gericht Gottes durch Jesus ist allgegenwärtig, und doch unvollendet. Die Worte Jesu sind heute schon Realität, und doch ist er noch nicht fertig mit der Welt und dem Universum, noch ist Zeit, zu suchen und zu finden. Es ist das Friedensreich Gottes eine Realität, die sich in der Hoffnung Bahn bricht. Noch ist nicht alles Leid besiegt. Noch ist der Schmerz und der Tod eine Macht, die ihre letzten Züge auslebt und auskostet, die Menschen in ihren Bann zieht und in tiefster Seele schreckt. Und mitten in diesem Leid zeigt sich das Friedensreich Gottes und breitet sich mit Macht aus. Der Tod ist überwunden. Die Feindschaft ist besiegt. Wölfe wohnen bei den Lämmern - und die kleinen Knaben treiben alle miteinander. Begreifen Sie die tiefe Realität dieser Bilder? Lassen Sie sich anstecken von diesem Blick, der quer durch die Welt hindurchgeht bis in die Ewigkeit Gottes? Gottes Reich möchte heute in Ihnen und durch Sie Realität werden mitten in dieser Welt.
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