Sand hat für viele Menschen etwas Faszinierendes; Kinder und Erwachsene bauen Sandburgen. Wie wohltuend ist es, barfuss am Meer entlang zu spazieren oder auf dem Hosenboden die Dünen runterzuflitzen…
Aber: Auf Sand baut man doch kein Haus! Dummkopf – nennt Jesus in seiner Beispielsgeschichte (Matthäus-Evangelium 7,24-26) solche Menschen, die auf Sand bauen. Da kommt eine Regenflut, der Sturm rüttelt und schüttelt das Haus und es fällt zusammen, liegt in Trümmern.
Auf Sand baut man doch kein Lebenshaus. Man weiß zwar, um was es im Leben geht; man besucht vielleicht hie und da einen Gottesdienst; man erlebt Gott, aber alles bleibt beim Alten. „Sandbauer“ sind kurzsichtige Menschen. Sie handeln nur im jetzt und sehen nicht darüber hinaus.
Ich kenne einen Pfarrer im Ausland, dem das Geld sehr viel bedeutet. Für Geld macht er fast alles. Deswegen ging fast seine Ehe und Familie in Brüche. Deswegen verlor er sein Amt als Kassier. Deswegen muss er immer wieder seine Pfarrstelle wechseln.
Ich erwarte nicht, dass ein Christ, auch ein Pfarrer alles richtig macht. Aber mir erging es wie vielen anderen Zuhörern, dass ich seine Predigten kaum mehr anhören konnte. Er wirkte unglaubwürdig – eben, wie ein Mensch, der auf Sand baut.
… im nächsten Monat schauen wir uns die Kehrseite an!