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Bild von Claudia Städeli-Morf

Hier finden sie jeden Monat eine neue Geschichte. Manchmal ist sie erfunden und oft auch erlebt. Manchmal zum Nachdenken, häufig zum Schmunzeln.

 

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Story des Monats Oktober


Fürio!

 


Im Wald über einem Feuer Würste, Äpfel, Brot und noch vieles andere zu braten ist ein Riesenspass für mich und „meine Kindergärteler“. Nicht immer ist es einfach ein gut brennendes Feuer zu entfachen...

Am Freitag regnet es nur noch tropfenweise nachdem es einige Tage zuvor tagelang wie aus Kübeln geschüttet hat. Das Holz ist immer noch nass. Zum Glück bringt die Kindergärtnerin Zeitungen und Holz mit. Ich selber stecke nebst Bratwurst und Brot vorsichtshalber einige alte Zeitungen in meinen Rucksack.

Drei bis vier Kinder helfen mir beim Feuer anzünden. Sie dürfen ein grosses, doppeltes Zeitungsblatt möglichst satt zusammenknüllen und in die Mitte der Feuerstelle legen. Ein paar feine, dürre Zweiglein, die vermutlich etwas feucht sind, legen wir oben drauf. Erst dann schichten wir die trockenen Holzscheite zur Spitze aufgestellt in einem Kreis ringsum. Es folgen nochmals einige kleine Tannzweige. Erst jetzt darf jedes Kind ein Streichholz entfachen und an einen Zeitungsball halten. Zunächst scheint alles wunderbar zu funktionieren. Das Papier ist verbrannt und das Holz angekohlt. Dann will es einfach nicht mehr weiter brennen. „Kinder, wir müssen in die Glut blasen bevor sie gänzlich auslöscht“, ermutige ich meine Schützlinge. Ihre schwache Puste reicht nicht aus. Ein kurzes Aufflackern. Dann bleibt nur noch eine schwache Glut zurück. Die Kindergärtnerin bemerkt unsere „Verzweiflung“. Sie kniet vor der Feuerstelle nieder und bläst kräftig in die Glut. Einige Kids ahmen sie nach so gut sie können. Das restliche Papier wird zusammengeknüllt und unter die Scheite geschoben. Nochmals wird von allen Seiten kräftig in die Glut geblasen bis sie wieder aufflackert. Endlich brennt doch noch ein prächtiges Feuer. Nach dieser Anstrengung schmecken die gegrillten Würste noch viel besser als beim letzten Mal.

Für mich ist dieses Feuer eine gute Lehre. Oftmals ist es für mich (und dich?) unbedingt nötig, in die Knie zu gehen, mich zu demütigen, mich nicht für zu schön zu halten oder zu bequem zu sein, um ein Ziel zu erreichen. Und sollte ich trotz meiner Bemühungen einmal mein Ziel verfehlen (Zielverfehlung ist die Sünde) bin ich froh und dankbar, dass ich mit Gott immer wieder neu anfangen darf. Er verspricht mir in Jesaja 42 Vers 3: „Das geknickte Rohr zerbricht er nicht und den glimmenden Docht löscht er nicht aus...“ Ich ermutige dich, das ganze Kapitel 42 des Jasaja-Buches im Zusammenhang zu lesen. Sei dabei reich gesegnet von deinem dich liebenden Himmlischen Vater!



Claudia Städeli-Morf für das





 

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