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Das Gute tun

"Wer das Gute tun kann und es nicht tut, der sündigt!"
(Jakobus 4 Vers 17)


In so ziemlich jedem Menschen steckt eine verborgene Staatsperson. "Die sollten mich mal ran lassen, dann wären manche Probleme ganz schnell gelöst!" Das ist die ausgesprochene oder unausgesprochene Maxime in vielen politischen Gesprächen. Aber so einfach scheint es mit der Umsetzung nicht zu sein und man fragt sich, woran es liegt. An guten Ideen, Konzepten, Büchern, Diskussionen und Gutachten dessen, was gut, hilfreich und nützlich sei, fehlt es gewiss nicht. Und trotzdem bleibt so vieles unerledigt, bleiben viele drängende Fragen unbeantwortet, bleiben viele Menschen mit ihren akuten Nöten allein.
Der Grund dafür ist so simpel, dass es uns eigentlich weh tun müsste, nicht täglich von selbst darauf zu kommen.

Jemand hat einmal gesagt: "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!"
Es ist offensichtlich viel einfacher, über die Probleme und Sorgen von Menschen zu diskutieren, als anzupacken und sie zu lösen. Dabei wäre es in vielen Fällen bloß eine kleine Gefälligkeit, die für den Anderen eine deutliche Abhilfe seiner Schwierigkeiten darstellen würde.

Der biblische Vers, über den wir hier nachdenken, geht noch einen Schritt weiter.
Er nennt es Sünde, wenn ein Mensch das Gute, das er tun könnte, unterlässt. Sünde ist ein alter Begriff für "Trennung von Gott".
Das ist interessant. Es ist egal, wie fromm jemand ist, wie oft jemand betet, wie regelmäßig jemand Gottesdienste besucht.
Wenn ich Dinge als richtig und gut erkenne und nicht tue, dann steht etwas zwischen mir und Gott.

Wie, jetzt? Heißt das, dass ich Gott ganz nahe bin, wenn ich nur erst Gutes tue?

Jesus sagt: "Das Eine soll man tun und das Andere nicht lassen". Wenn ich Gutes tue, bin ich gewiss auf einem Weg, der Gott gefällt. Ein wichtiger Schritt ist getan, ein weiterer muss dazukommen, nämlich der des Glaubens. Anders herum: Wenn ich von Herzen glaube, bin ich ganz nahe bei Gott. Dieser Glaube muss sich dann aber in der Tat äußern, sonst ist er letztlich nicht lebensfähig.

Ich glaube, dass die Ermahnung des Jakobus heute von großer Wichtigkeit ist, weil der Eindruck entsteht, dass ein Großteil der viel beredeten Spiritualität der Menschen viel Theorie, aber weinig Praxis enthält. Im Handeln trennt sich die Spreu vom Weizen.



Herzlichst Ihr

Rainer Zincke

für das Evangeliumsnetz e.V.