Jesus sagt:

Glückselig sind die Trauernden (die Bekümmerten), denn sie sollen getröstet werden!

Matthäus 5, 4

Die Trauernden, die Jesus hier erwähnt, sind ohne Zweifel solche, die um Tote trauern. Die werden ‒ sofern die Verstorbenen in Christus verstorben sind ‒ dadurch getröstet, dass sie ihre Heimgegangenen bei der Auferstehung der Toten und der Wiederkunft des Herrn wieder sehen werden:

Denn der Herr selbst wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herabkommen, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen. Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zusammen mit ihnen entrückt werden in Wolken, zur Begegnung mit dem Herrn, in die Luft, und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit. So tröstet nun einander mit diesen Worten!

1.Thessalonicher 4, 16-18

Es gibt aber auch noch eine andere Trauer, und auch die könnte Jesus hier gemeint haben. Es ist die Trauer über sich selbst. Wohl dem, der von Herzen bekümmert ist über die Sünde in seinem Leben, dem die Augen aufgegangen sind über den ganzen Jammer des sündenverderbten Ichs. Diese Traurigkeit stammt aus der Erkenntnis über die total verderbte und verwerfliche Sündennatur des Menschen. Auch wenn unsere Sünden vergeben sind, werden wir manchmal von solchen Gedanken und Gefühlen heimgesucht. David bekennt in Psalm 38, 5:

Denn meine Verschuldungen gehen über mein Haupt; wie eine schwere Last sind sie, zu schwer für mich.

In einer solchen Lage kann nur der Herr allein den Trost schenken. Er tut das, indem Er das Kind Gottes auf das vergossene Blut Seines Sohnes Jesus Christus hinweist. Ja, diese Welt ist ein Sündenpfuhl und unser Herz ist überaus trügerisch und bösartig (Jer 17,9). Aber die Gerechtsprechung durch Christus ist so etwas Kostbares, dass sie uns immer wieder vermag zu trösten, wenn wir von unserer eigenen Sündhaftigkeit überwältigt werden. Ja, glückselig sind diejenigen, die über ihre Sündhaftigkeit bekümmert sind, denn sie sollen getröstet werden!


Ihr Marcel Malgo